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Aus der Stadt Neues Festival „Hannover leuchtet“ geplant
Hannover Aus der Stadt Neues Festival „Hannover leuchtet“ geplant
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14:54 23.07.2018
Beim Lichtkunstfestival „Hannover leuchtet“ sollen Laser den Weg zur nächsten Licht-Installation aufzeigen. Quelle: Hannover leuchtet
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Hannover

Hannover setzt schon fast traditionell auf die eigene Leuchtkraft als bundesweite Strahlkraft. Regelmäßig feiern Zehntausende beim Feuerwerkswettbewerb in den Herrenhäuser Gärten mit. Künstler illuminieren bei der Veranstaltung „Ihme Vision“ das Ihme-Zentrum. Und auch die Madsack Mediengruppe präsentierte bei den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen eine sogenannte Mapping-Show direkt auf dem Anzeiger-Hochhaus und begeisterte so Zehntausende Besucher. Nun soll die Stadt wie Weimar oder Berlin ein eigenes Lichtkunstfestival bekommen. Vom 14. bis 18. November werden viele markante Gebäude und Plätze der Stadt in stimmungsvollem Licht erstrahlen. Es soll Videoprojektionen geben, Illuminationen, Mapping-Shows und sogar ein Licht-Labyrinth an der Marktkirche. Gestern stellte die Initiative „Hannover leuchtet“ ihre ambitionierten Pläne vor.

Der Ort für die Pressekonferenz war dabei nicht zufällig gewählt. Im Raum für Pressekonferenzen der HDI-Arena erklärten Felix Reinhold, Meike Czekalla und Ferdinand Münder, dass auch das Stadion von Hannover 96 illuminiert werden soll. „Wir möchten zeigen, dass Hannover nicht nur Maschsee und Rathaus hat, sondern wollen viele tolle Gebäude und Plätze in Szene setzen“, sagt Felix Reinhold, der mit seiner Firma Allstars schon zahlreiche Großveranstaltungen technisch begleitet hat. Das Landesmuseum, die Staatsoper, die Aegidienkirche und die Basilika St. Clemens werden jeweils unterschiedlich angestrahlt. Manche Gebäude werden künstlerisch illuminiert, auf andere werden ganze Bildelemente und bewegte Bilder projiziert. „Wir wollen die Geschichten der Gebäude vermitteln“, sagt Meike Czekalla. Dazu kommen viele spielerische Elemente wie ein Licht-Labyrinth, eine Licht-Dusche oder Licht-Botschafter, die Lichtführungen – auch auf Segways – von einer Installation zur nächsten anbieten. „Wir möchten, dass die Bewohner ihre Stadt aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen“, sagt Reinhold. Der Opernplatz soll dabei zentraler Treffpunkt werden, auf dem ein 350 Quadratmeter großes Festlichtzelt mit transparentem Dach einladen wird, die Lichtkunst an der Oper direkt zu verfolgen.

Markante Gebäude und Plätze sollen bei „Hannover leuchtet“ angestrahlt werden.

Ein Höhepunkt des fünftägigen Festivals wird die Sichtbarmachung des „Roten Faden“ sein. Der auf Gehwegen gemalte Wegweiser, der sonst Touristen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit führt, wird als Laser-Variante Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden. Ein Wege-Netz soll strahlend hoch über den Köpfen der Bewohner auf künstlerisch angestrahlte Wahrzeichen hinweisen. Das finale Programm des Festivals wird gerade entwickelt. Zum zehnköpfige Team gehören Licht- und Videokünstler wie Franz Betz und Stefan Knaak. Auch Hendrik Wendler, der regelmäßig das Mapping-Festival in Weimar betreut, gehört zum Initiativ-Kreis. Das Festival soll kostenlos sein und finanziert sich über Sponsoring-Pakete. Unternehmen können zum Beispiel das eigene Unternehmen vom 3. September an unter dem Titel „Partnerleuchten“ kunstvoll anstrahlen lassen. Drei Prozent der Einnahmen durch die Sponsoren-Pakete werden der HAZ-Weihnachtshilfe gespendet – die Spendensammlung für Menschen in Not vor Ort. „Wir möchten so unterstreichen, dass wir Hannover gemeinsam zum Leuchten bringen wollen“, sagt Reinhold.

Das Festival vom 14. bis 18. November läuft jeweils von 17.30 bis 23 Uhr. Die einzelnen Licht-Shows an Plätzen und Gebäuden dauern nicht länger als 15 Minuten, damit man die einzelnen Illuminationen auch verfolgen kann und nichts verpasst. Das gesamte Festival ist kostenlos.

Von Jan Sedelies

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