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Aus der Stadt Das sind die gefährlichsten Straßen in Hannover
Hannover Aus der Stadt Das sind die gefährlichsten Straßen in Hannover
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14:10 08.10.2018
Der Unfallatlas verzeichnet jeden Unfall in Hannover aus dem Jahr 2017 - wie diesen mit zwei Leichtverletzten auf der Karl-Wichert-Allee im April. Quelle: Elsner / RND Montage
Hannover

Die gefährlichste Kreuzung der Stadt befindet sich am Königsworther Platz. Nirgendwo sonst in Hannover gab es 2017 so viele Unfälle mit Personenschäden wie dort – insgesamt 26 Stück. Die Zahl geht aus dem neuen interaktiven Unfallatlas hervor, den das Statistische Bundesamt jüngst im Internet veröffentlicht hat. Die Karte lässt Rückschlüsse zu, wo das Risiko am größten ist, in einen Unfall verwickelt zu werden. Stadt und Fahrradclub ADFC wollen den Atlas genau analysieren, um Gefahrenpunkte zu entschärfen.

Die Polizei verzeichnete im vergangenen Jahr 19.418 Verkehrsunfälle in der Stadt. Dabei wurden 3031 Personen verletzt, 13 von ihnen tödlich. Im Unfallatlas sind alle Unfälle mit Verletzten und Getöteten vermerkt und in die Schwere der Verletzungen unterteilt. Außerdem listet die Datenbank auf, welche Fahrzeugarten an den Zusammenstößen beteiligt waren. Jeder von der Polizei aufgenommene Vorfall taucht in der Nahansicht als kleiner Punkt auf. Beim Blick auf das gesamte Stadtgebiet errechnet die Karte zudem die gefährlichsten Strecken.

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Bei den 26 Kollisionen am Königsworther Platz war an 22 Unfällen mindestens ein Auto involviert, mindestens elf Radler und ein Fußgänger. Auf Rang zwei der gefährlichsten Knotenpunkte Hannovers liegt der Weidetorkreisel mit 24 Zusammenstößen. Mit etwas größerem Abstand folgt der Friederikenplatz, dort gab es im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt insgesamt 16 Unfälle – darunter 14 mit Auto- und neun mit Fahrradbeteiligung. Auf Platz zehn liegt die Kreuzung Schiffgraben/Berliner Allee mit immerhin noch neun Kollisionen im vergangenen Jahr.

In der Datenbank tauchen ebenso tödliche Unfälle wie der aus dem Januar 2017 auf, bei dem zwei Männer auf dem Westschnellweg bei Stöcken ums Leben kamen. Ebenfalls aufgeführt ist etwa der Unfall einer 24-jährigen Fußgängerin, die im September 2017 an der Hildesheimer Straße aus einem Auto stieg, von einem Radler erfasst und schwer verletzt wurde. Auch Zusammenstöße mit Leichtverletzten wie der Anfang März 2017, als eine Radlerin von einem Sattelzug auf der Vahrenwalder Straße erfasst und leicht verletzt wurde, sind aufgelistet.

Das sind Unfallschwerpunkte in Hannover. Quelle: HAZ Montage

Die Hauptausfallstraße im Norden Hannovers gehört gleichzeitig zu der Trasse mit den meisten Unfällen – und wird deshalb im Unfallatlas rot dargestellt. Auf dem fünf Kilometer langen Abschnitt von der Kreuzung Westschnellweg/Bremer Damm über die Schloßwender und Arndtstraße sowie Vahrenwalder Straße bis Ecke Großer Kolonnenweg krachte es 113 Mal. Nahezu gleich gefährlich mit 110 Zusammenstößen ist die Route über Ritter-Brüning-Straße, Lavesallee, Friedrichswall und Marienstraße bis zum Pferdeturm. Vor allem die auf dem Abschnitt gelegene Kreuzung Hans-Böckler-Allee/Clausewitzstraße sticht mit zehn Unfällen besonders hervor.

Gefahrenpunkte erkennen und verbessern

Die Stadt Hannover will den Unfallatlas auswerten, um Gefahrenpunkte zu erkennen. „Wir sind immer bestrebt, Verbesserungen zu finden, die der Verkehrssicherheit dienen“, sagt Sprecher Udo Möller. Dabei sei es wichtig, nicht erst nach schweren Unfällen tätig zu werden. Gleiches gilt für den ADFC: „Aus dem Atlas lassen sich gewisse Schlussfolgerungen ziehen“, sagt Sprecher Eberhard Röhrig-van der Meer.

Als Gefahrenpunkte für Radler hat er den City-Ring sowie die Falkenstraße in Linden-Mitte und die Sutelstraße in Bothfeld ausgemacht. „Möglicherweise gibt es dort unfallträchtige Verkehrsführungen“, so Röhrig-van der Meer. Eine Schwachstelle habe der Unfallatlas allerdings: „Er zeigt leider nicht die gefährlichen Orte, an denen Unfälle immer wieder gerade noch so verhindert werden“, sagt der ADFC-Sprecher.

Weiterlesen: Der Unfallatlas zeigt Unfallschwerpunkte in ganz Deutschland

Von Peer Hellerling

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