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Aus der Stadt DSDS lädt auf dem Georgsplatz zum Vorsingen ein
Hannover Aus der Stadt DSDS lädt auf dem Georgsplatz zum Vorsingen ein
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00:16 28.08.2018
Eine Woche keine Milch trinken und etliche Salbeibonbons lutschen – die 16-jährige Alina hat sich gut vorbereitet auf ihr Vorsingen. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Eine Woche keine Milch trinken und etliche Salbeibonbons lutschen – die 16-jährige Alina hat sich gut vorbereitet auf ihr Vorsingen. Aufgeregt steht sie in der Warteschlange vor der mobilen Bühne, die ein wenig an ein aufblasbares Igluzelt erinnert. „Ich erfülle mir einen Kindheitstraum“, sagt die Schülerin aus Hannover. Schon immer habe sie gern gesungen, zuletzt bei einer großen Musical-Aufführung. Vortragen will sie ein Lied der Gruppe Silbermond. „Das wird schon“, meinen ihre Freunde.

Die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) ermuntert noch immer etliche Hobbymusiker zum Vorsingen. Warteschlangen gibt es am Sonnabend vor dem Castingtruck auf dem Georgsplatz.

Die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) scheint auch nach 15 Staffeln noch genügend Hobbymusiker zum Mitmachen zu ermuntern. Am Sonnabend macht der DSDS-Truck in Hannover halt und lädt zum Vorsingen ein.

Der Kopf der Sendung, Musikproduzent Dieter Bohlen, ist nicht anwesend. Die Sangeskünste beurteilen Musikredakteure und Produzenten der RTL-Show. Wer überzeugt, kommt in die nächste Runde. Insgesamt 40 Städte in Deutschland, der Schweiz und Österreich steuern die DSDS-Lkw an.

Schafft es jemand aus Hannover in die DSDS-Show?

Auch Anna-Lena lässt es auf einen Versuch ankommen. „Ich singe gern, auch unter der Dusche“, meint sie. Ihr Freund René schüttelt den Kopf. Er halte nichts von der Castingshow, aber ausreden wollte er seiner Freundin das Vorsingen auch nicht. Hinter Anna-Lena reihen sich immer mehr Menschen in die Schlange ein. Viele junge Männer mit Baseballkappen und geschminkte Mädchen.

Dann kommen ein paar Frauen vorbei, holen Kreide aus ihren Taschen und schreiben etwas auf den Boden, unmittelbar neben der Warteschlange. „Therapeuten am Limit“ ist zu lesen. „Das hat nichts mit DSDS und den Kandidaten zu tun“, versichert Ramona Aceto. Die Ergotherapeutin will zusammen mit ihren Kolleginnen auf die prekäre Lage ihres Berufsstandes aufmerksam machen. „Unsere Arbeit wird viel zu wenig vergütet“, sagt sie. Psychotherapeuten seien im Übrigen nicht gemeint. Denen gehe es deutlich besser, sagt Aceto.

Von Andreas Schinkel

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