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Aus der Stadt Schützenfest: Die HAZ vergibt die vierte „Goldene Fanfare“
Hannover Aus der Stadt Schützenfest: Die HAZ vergibt die vierte „Goldene Fanfare“
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11:08 04.07.2018
Der Fanfarenzug Oelber kommt extra aus dem Kreis Wolfenbüttel zum Fanfaren-Wettbewerb der HAZ ins Alt-Hanovera-Zelt auf dem Schützenfestplatz. Quelle: Heike Heine-Lanke
Hannover

Das Schützenfest bekommt wieder seine Fanfaren-Disco: Denn am Mittwoch ringen zum vierten Mal beim HAZ-Wettbewerb Musik- und Fanfarenzüge um den Gewinn der „Goldenen Fanfare“. Dafür interpretieren die mehr als 100 Musiker moderne Pop-Hymnen und Stimmungslieder und buhlen in zwei Runden um die Gunst des Publikums und der Jury, die die Darbietungen wie bei einem Poetry-Slam mit Noten bewerten darf. Im großen Finale zählt anschließend nur der Applaus der Festgäste im Alt-Hanovera-Zelt auf dem Schützenplatz. Die „Goldene Fanfare“ wird von der Brauerei Herrenhäuser großzügig unterstützt.

„Beste Musikparty Hannovers“

Und bei der anschließenden ersten Après-Schützenfest-Party wird gefeiert. Der Partyname ist bei einem Platzkonzert etlicher Züge beim Schützenfest in Thönse entstanden. Dabei sorgen die Festzelt-DJs für eine ausgelassene Party, zu der ausdrücklich alle Mitglieder von Fanfaren-, Spielmanns- und Musikzügen eingeladen sind, um gemeinsam niedersächsische Musikkultur zu feiern.

„Wenn man die Fanfarenzüge hört, könnte man denken: Pop war gestern – Fanfare ist angesagt!“, lobte im vergangenen Jahr Oberbürgermeister Stefan Schostok. Und Schützenfestpräsident Paul-Eric Stolle fragte das johlende Publikum: „Was wäre das Schützenfest ohne geile Mucke?“

Der Spaß-Wettbewerb beginnt am Mittwoch um 19.30 Uhr. Dabei sind unter anderem die Titelverteidiger vom Fanfarenzug Thönse und der Fanfarenzug Oelber von 1964. Der Zug gehört zur Samtgemeinde Baddeckenstedt und ist zwischen Hildesheim und Salzgitter zu Hause. Die mehr als 35 Spielleute haben bereits zwei CDs veröffentlicht und freuen sich auf die Premiere in Hannover. Zum ersten Mal dabei ist auch das Hannoversche Showcorps Bogart von 1991. „Wir freuen uns, ein Teil der besten Musikparty Hannovers sein zu können“, sagt Kevin Büttner.

Auftritt für Musiker ein Highlight des Jahres

Zum dritten Mal dabei ist die Marching Band Flying Drums Hannover, die aus dem 1994 gegründeten Fanfarencorps Flying Drums hervorgegangen sind. „Für mich sind die Musiker eine zweite Familie“, sagt Detlev Heuse. Die Marching Band trainiert er zweimal in der Woche, dazu kommt jedes zweite Wochenende. Die Musiker setzen bei ihren Shows regelmäßig auf aufwendige Choreografien. „Es ist jedes Mal beeindruckend, wenn man am Ende eines kompletten Durchlaufs merkt, dass sich die viele Mühe gelohnt hat. Ein Wow-Effekt setzt ein.“ Die Flying Drums nehmen mit ihren Shows regelmäßig an bundesweiten Wettbewerben teil und wurden schon deutscher Meister und gewannen die German Open.

Bei der „Goldenen Fanfare“ treten sie aber nicht wegen der Preise an. „Dieser Auftritt ist für uns ein Höhepunkt im Jahr, denn es geht nur um den gemeinsamen Spaß und Austausch – Gewinne spielen da keine Rolle.“ Am Ende feiern alle gemeinsam unter der riesigen Discokugel wie in einem Club.

In den Pausen der Zug-Auftritte spielt in diesem Jahr die junge Band Brass Riot aus Berlin. Im Frühjahr 2016 gegründet präsentieren die Musiker ein Genre namens Brass House, bei dem sie elektronische Clubmusik mit satten Saxofonklängen und härteren Drumbeats mixen.

Die vierte Fanfaren-Fete beginnt am Mittwoch um 19.30 Uhr. Der Eintritt für Fans und leidenschaftliche Schützenfestbesucher ist natürlich kostenlos.

Von Jan Sedelies

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