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Aus der Stadt Hotel Maritim ist leer, 2019 soll der Umbau beginnen
Hannover Aus der Stadt Hotel Maritim ist leer, 2019 soll der Umbau beginnen
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00:15 11.11.2018
Steht wieder leer: Die letzten Flüchtlinge sind aus dem früheren Grand-Hotel Maritim am Friedrichswall (fotografiert von der Rathauskuppel) ausgezogen. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

1058 zusätzliche Flüchtlinge soll Hannover bis zum Ende des nächsten Jahres aufnehmen – das ist die neue Oute, die das Land der Stadt mitgeteilt hat. Die Verwaltung sucht jetzt nach neuen Standorten für Flüchtlingsunterkünfte: Bei 100 bis 150 Bewohnern pro Unterkunft sind rechnerisch sieben bis zehn neue Containerdörfer oder ähnliche Einrichtungen nötig, wenn Flüchtlinge nicht auf dem Wohnungsmarkt unterkommen oder zurück in die Heimat ziehen. Die Stadt werde sich „wie bisher bemühen, durch Ausbau der Kapazitäten und durch Fluktuation freiwerdender Kapazitäten, die ihr zugewiesenen Menschen unterzubringen“, teilte Sprecherin Michaela Steigerwald am Donnerstag mit. Ob es bereits konkrete Planungen für neue Standorte gibt, war nicht zu erfahren.

Die prominenteste Unterkunft, das ehemalige Grand-Hotel Maritim am Friedrichswall gegenüber dem Rathaus, steht seit einigen Tagen wieder leer. Plangemäß hat die Stadt zum Monatswechsel alle Flüchtlinge aus dem Großbau ausziehen lassen und auf andere Unterkünfte verteilt. HAZ-Informationen zufolge will der Eigentümer zum Jahreswechsel mit dem Umbau zum modernen Hotel beginnen. Allerdings wird der Berliner Investor, der zur Intwon-Gruppe gehört, ähnlich wie in seiner Immobilie Ihme-Zentrum zunächst Voruntersuchungen starten, bevor der Umbau sichtbar losgeht. Einen Termin für die Fertigstellung des neuen Hotels gibt es noch nicht. Man habe aber kein Interesse daran, Immobilien leerstehen zu lassen, sagte Sprecher Robert Döring: „Wir verdienen Geld mit vermieteten Immobilien, deshalb wollen wir, dass sie genutzt werden.“

Aktuell leben 4158 Flüchtlinge in städtischen Unterkünften. Im Juni waren es 3988, im August aber auch schonmal 4191. Im Sommer waren wöchentlich etwa 40 Hilfesuchende hinzugekommen, allerdings auch immer wieder Menschen aus den Unterkünften ausgezogen. Jetzt sei die Zahl seit einigen Wochen nahezu konstant, hieß es im Bauausschuss des Rates.

Die Stadt hat seit 2015 insgesamt 20 Containeranlagen errichtet, um geflüchtete Menschen unterzubringen. Zuletzt wurde Ende Oktober eine Unterkunft in der Nußriede (Groß-Buchholz) eröffnet. Immer wieder gibt es aber auch Streit um Standorte. Am Ricklinger Kneippweg haben Anwohner mit 300 Unterschriften kürzlich den Bau einer Modulanlage verhindert. Weil unklar ist, wie viele Flüchtlinge die Stadt noch unterbringen muss und wie lange sie bleiben, plant die Stadt künftig lieber mit festen Bauwerken statt mit Containermodulen – sie können dann später etwa als Studentenappartements weitergenutzt werden. Im Gespräch ist etwa die Erweiterung des Flüchtlingswohnhauses in der Südstädter Jordanstraße.

Von Conrad von Meding

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