Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Flüchtlingszahl ist leicht gesunken
Hannover Aus der Stadt Flüchtlingszahl ist leicht gesunken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:44 16.01.2019
20.12.2018, Niedersachsen, Hannover: Blick auf die Obdachlosenunterkunft Alte Peiner Heerstraße. Foto: Moritz Frankenberg Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Im Januar ist die Zahl der in städtischen Unterkünften untergebrachten Flüchtlingen auf 4071 gefallen. Monatlich kämen etwa 70 hinzu, sagte der zuständige Sachgebietsleiter Ralf Lüdtke am Mittwoch im Bauausschuss des Rates. Offenbar kehren aber vermehrt Menschen in ihre Heimat zurück oder finden eine Wohnung: Im August waren in Hannover 4191 Flüchtlinge untergebracht, kurz vor Jahresende 4158.

Weil zunehmend Platz für Obdachlose benötigt wird, meist Zuwanderer aus den armen Ländern Südosteuropas, wandelt die Stadt jetzt Flüchtlings- in Obdachlosenunterkünfte um. In Kürze soll das mit der Unterkunft Am Seelberg (Misburg) passieren. Zudem seien alle Familien aus der baufälligen Unterkunft Alte Peiner Heerstraße (Lahe) in die Podbielskistraße 115 (List) umgesiedelt worden, sagte Lüdtke. An der Nutzung der maroden Containeranlage in Lahe hatte es heftige Kritik gegeben, die überwiegend rumänischen Familien hausten dort unter menschenunwürdigen hygienischen Bedingungen. Ein Ersatzbau in direkter Nachbarschaft ist wegen Baumängeln noch immer nicht fertig.

Auch im Bauausschuss gab es wenig Verständnis dafür, dass der Ersatzbau immer noch nicht bezogen werden kann. „Im Januar 2018 hieß es auf eine Anfrage des Bezirksrats, die Anlage sei zu 99 Prozent fertig. Ein Jahr müsste doch reichen, um die Mängel zu beseitigen“, ärgerte sich CDU-Ratsherr Felix Semper und mutmaßte, die Verwaltung nehme die Anliegen der Kommunalpolitiker nicht ernst. Dem widersprach Stadtbaurat Uwe Bodemann. Die Mängel am Bau zu beheben, etwa Außentreppen und Geländer sowie im Sanitärbereich, sei zwar „kein Hexenwerk“, die Kommunikation mit dem Bauunternehmen habe sich aber sehr schwierig gestaltet. Die Stadt müsse jedoch darauf bestehen, dass „Verkehrssicherheit zu 100 Prozent sichergestellt ist“, bevor Menschen einziehen könnten.

Linke, Grüne und FDP forderten, in Obdachunterkünften künftig Wlan anzubieten, damit Nutzer über das Internet zum Beispiel Wohnungen suchen könnten. Das widerspricht einem Ratsbeschluss, der vorsah, die Obdachlosenunterkünfte nicht zu attraktiv zu machen, um nicht noch mehr arbeitslose Menschen aus Osteuropa anzulocken. Der Bauausschuss will jetzt das städtische Gebäudemanagement einladen, um von ihm aus erster Hand Details über Probleme mit den Unterkünften zu erfahren.

Von Conrad von Meding

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Mitglied aus Langenhagen einer Trickbetrügerbande muss sich vor dem Kieler Landgericht verantworten. Der Mann soll dabei geholfen haben, insgesamt 200.000 Euro zu erbeuten. Doch weil er seine Komplizen zu schlecht bezahlte, gaben diese der Polizei einen Tipp.

19.01.2019

Weil er am Rande einer Versammlung gegen Antisemitismus lautstark den Tod aller Araber forderte, ist ein 44-Jähriger vom Amtsgericht Hannover zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

19.01.2019

Die Schnellwegbrücke über die Hildesheimer Straße in Hannover soll am Donnerstagmorgen wieder frei befahrbar sein. Die Querung ist seit eineinhalb Wochen wegen einer Notreparatur in Richtung Sehnde gesperrt. Die Arbeiten verzögerten sich um vier Tage.

16.01.2019