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Aus der Stadt Bistro Love it healthy schließt
Hannover Aus der Stadt Bistro Love it healthy schließt
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00:18 13.07.2018
Jungunternehmerin Alina Zimmermann im November 2016 bei der Eröffnung des „Love it healthy“ in der Osterstraße. Quelle: Philipp Von Ditfurth
Hannover

Leckere und gesunde Alternativen zum üblichen Fastfood haben es in der City offenbar schwer: Nach gut drei Jahren hat Alina Zimmermann sich schweren Herzens von ihrem „Love it healthy“ in der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade getrennt. Im März 2015 hatte sich die Jungunternehmerin mit dem Minirestaurant einen Traum erfüllt. Die frisch zubereiteten Säfte, Salate, Suppen und gesunden Sandwiches zum Mitnehmen fanden ihre Fans. Sternekoch Rach gab der damals 23-Jährigen in seiner ZDF-Reihe für Restaurantgründer Tipps und und viel Lob mit auf den Weg.

Gründerin erweiterte 2016 Betrieb

Voller Schwung erweiterte Alina Zimmermann Ende 2016 ihren Betrieb. Sie übernahm zwei Lokale und eine Produktionsküche von den Soup-Sisters, einem hannoverschen Gastrobetrieb mit ähnlichem Konzept.

In der Osterstraße bot Zimmermanns Team auf 40 Quadratmetern wie im Stammlokal frische Speisen ohne Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und raffinierten Zucker. Im Restaurant-Café „Lieb.es“, das im Februar 2017 am Engelbosteler Damm startete, gibt es auch Kuchen und durchgehend warme Küche.

Gleicher Umsatz, doppelte Kosten

Doch die Erweiterung ging nicht auf. Die Kunden aus der Promenade wechselten einfach in die Osterstraße. Die hohen Mieten in der Innenstadt verstärkten das Problem. „Wir hatten den gleichen Umsatz wie zuvor, aber doppelte Kosten“, berichtet die Restaurant-Chefin. Bereits im Oktober 2017 gab Zimmermann die Filiale in der Osterstraße auf.

Die Verluste waren aber so groß, dass sie nun das Stammgeschäft in der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade verkauft hat. „Ich habe zuvor vergeblich versucht, bei meiner Bank eine Nachfinanzierung zu bekommen“, sagt die 26-Jährige. Auch die Produktionsküche in der Nordstadt ist seit einem halben Jahr nicht mehr in Betrieb, ein Caterer will sie übernehmen.

Günstige Miete in der Nordstadt

Zu Spitzenzeiten hatte Zimmermann rund 50 Mitarbeiter, jetzt 20 inklusive Aushilfen. Sie habe bei den Filialschließungen darauf geachtet, dass der Zeitpunkt für die Beschäftigten passte, betont Zimmermann. Ihr Konzept für schnelle, aber gesunde Mahlzeiten war den hannoverschen Familienunternehmern noch Anfang des Jahres einem Sonderpreis für junge Gründer wert.

Nun konzentriert sich die gelernte Bankkauffrau voll auf das „Lieb.es“ in der Nordstadt, wo sie nur ein Fünftel der in der City üblichen Miete zahlt. Sie lebt selbst im Viertel und engagiert sich dort. Und im studentisch-alternativen Milieu kommt Zimmermanns Café tatsächlich gut an.

Von Bärbel Hilbig

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