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Aus der Stadt Leibniz-Universität lässt Bäume an der Mensa fällen
Hannover Aus der Stadt Leibniz-Universität lässt Bäume an der Mensa fällen
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15:08 05.03.2019
Ende Februar wurden mehrere Rubinien an der Hauptmensa gefällt. Quelle: Bärbel Hilbig
Nordstadt

Vor der Hauptmensa am Schneiderberg hat die Leibniz-Universität von Mitte bis Ende Februar mehrere große Rubinien fällen lassen. Die Laubbäume standen auf dem Mensavorplatz in fünf Baumbeeten entlang der Callinstraße. Die betagten Rubinien waren erkrankt und in ihrer Standfestigkeit gefährdet, denn ein Pilz hatte die Bäume befallen. „Sie drohten umzufallen, deshalb mussten wir sie entfernen. Sonst wären sie vermutlich im Sturm Anfang März sowieso umgekippt“, sagt Uni-Baudezernent Horst Bauer. Für alle fünf Rubinien hatte die Stadtverwaltung eine Fällgenehmigung erteilt, wie sie für größere Bäume notwendig ist.

Ein Pilz hat die Bäume geschädigt

Der Hallimasch hatte die Bäume geschädigt. Der Pilz sucht sich vor allem Pflanzen aus, die bereits geschwächt sind, weil sie zu nass stehen, unter Trockenheit oder Nährstoffmangel leiden. Der trockene Sommer des vergangenen Jahres könnte den Verfall der Rubinien also vorangetrieben haben. Auch Schädlinge am Baum, die seine Rinde verletzen, erleichtern das Vordringen des Hallimasch. Der Pilz dringt über die Wunden ein, wächst zwischen Rinde und Holz weiter und tötet dort das Gewebe ab. Wenn der Kern des Stamms zu faulen beginnt, kann er auseinander brechen.

Die Baumfällungen an der Callinstraße stehen nicht in Verbindung mit der seit Längerem ausstehenden Sanierung der Hauptmensa. Die studentische Kantine ist deutlich überdimensioniert und soll deshalb in den nächsten Jahren umgestaltet werden. Uni und Studentenwerk wollen die Mensa zukünftig komplett mit Küche und Speisesaal im Erdgeschoss unterbringen und dafür ein Atrium anbauen, das in den Vorplatz hineinragt. Im Obergeschoss sollen danach durch Umbauten Büros, Arbeitsräume und Hörsäle entstehen. Allerdings fehlt für die Pläne bisher das Geld. Das Land hat aber zumindest grünes Licht für eine Vorermittlung der Kosten gegeben.

Von Bärbel Hilbig

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