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Aus der Stadt Eine Stunde Tierschutz
Hannover Aus der Stadt Eine Stunde Tierschutz
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18:12 07.12.2018
In der Grundschule Glücksburger Weg haben die Kinder Tierschutzunterricht. Quelle: Moritz Frankenberg
Vahrenwald

 Die Drittklässler in der Grundschule Glücksburger Weg haben an diesem Vormittag ein ganz besonderes Fach: Tierschutz. Die Nienburger Tierärztin Katja Lehmann erklärt den Kindern, was Katze, Kaninchen und Co brauchen, um sich als Haustier wohlzufühlen. Wie oft muss ein Hund Gassi gehen? Womit spielt eine Katze am liebsten? Lehrmann hat keine echte Tiere mit in die Schule gebracht, aber Kuscheltiere. „Kuschel“ heißt auch ihr Stoffkaninchen, weil „es gern alles mit Körperkontakt macht“, wie sie erläutert. Das Meerschweinchen hat sie „Quieki“ genannt wegen der Geräusche, die es macht. „Das klingt wie bei Delfinen“, sagt ein Mädchen. Veterinärin Lehmann sagt, dass die Bezeichnung „Meerschweinchen“ vielleicht auch vom mittelhochdeutschen Ausdruck „Merswin“ stammt, was Delfin meinte. Möglicherweise habe man das gleiche Wort für beide Tiere genommen, weil sich die Laute, die sie von sich gäben, tatsächlich ähnelten.

Bundesweit besuchen rund 90 Tierärzte Schulen, um den Kindern zu ermitteln, was Tierschutz bedeutet. „Wir möchten Grundschüler aufklären, welches Glück es sein kann, mit einem Tier zusammen zu leben“, sagt Siegfried Moser, Präsident des Bundesverbandes Praktizierener Tierärzte, der die Aktion mit dem Tierfutterhersteller Purina ins Leben gerufen hat. In Hannover haben bereits mehrere Grundschulen eine Stunde Tierschutzunterricht gehabt. „Ich finde das wichtig, dass Kinder wissen, wie sie mit Tieren umgehen sollen“, sagt Nadine Meyer, Lehrerin an der Vahrenwalder Grundschule.

„Meinem Hund soll es gut gehen“

„Kinder möchten gern eigene Haustiere haben und sie möchten wissen, wie man sich ihnen gegenüber richtig verhält“, sagt die Nienburger Ärztin Lehmann. Aber viele hätten den Bezug dazu verloren, weil immer weniger Familien tatsächlich Haustiere hielten. In der Klasse am Glücksburger Weg ist das anders: Hier kennen mehrere Kinder Tiere aus eigener Anschauung. Francesa (8) erzählt von zwei Kaninchen, die sie seit etwa einem Jahr hat. In Laras Familie gibt es einen Hundemischling, und Armin hat eine Schildkröte: „Die macht nicht so viel Arbeit, sagen meine Eltern, außer wenn sie ausreißt.“

„Alle Tiere brauchen Liebe“, sagt Lehmann, „man muss Tiere liebhaben, um auch die Sachen zu machen, die man vielleicht nicht so gut findet wie bei Regen mit dem Hund rauszugehen, das Katzenklo oder den Käfig der Meerschweinchen sauberzumachen.“ „Ich wünsche mit ein Hund“, sagt eine Schülerin, „und ihm soll es gut gehen.“ Damit ist eigentlich alles gesagt.

Von Saskia Döhner

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