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Aus der Stadt Schnellwegbrücke: Sperrung bleibt länger als geplant
Hannover Aus der Stadt Schnellwegbrücke: Sperrung bleibt länger als geplant
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15:00 10.01.2019
Die Brücke über die Hildesheimer Straße bleibt vier Tage länger gesperrt als ursprünglich geplant. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Die Schäden an der Südschnellwegbrücke über der Hildesheimer Straße sind schlimmer als bislang angenommen. Mit dem Freilegen der sogenannten Übergangskonstruktion zwischen Fahrbahndamm und Brücke habe sich erst das gesamten Ausmaß der Beschädigungen gezeigt, so die Landestraßenbaubehörde am Donnerstag auf HAZ-Anfrage mit. Da die Reparatur aufwändiger ausfalle, verlängere sich die Brückensperrung Richtung Sehnde um vier Tage bis einschließlich Donnerstag kommender Woche. Außerdem wird vermutlich in den Oster- oder Sommerferien eine weitere Sperrung nötig werden. Immerhin: Die angekündigte Vollsperrung in beide Richtungen am Wochenende ist abgesagt.

Seit Dienstagvormittag ist die Schnellwegbrücke über die Hildesheimer Straße Richtung Osten gesperrt. Bis zum Nachmittag kam es nur zu leichten Behinderungen, doch im Berufsverkehr mussten die Autofahrer bis zu 30 Minuten warten.

Wie schwerwiegend der Ermüdungsbruch an der maroden Brücke wirklich ist, konnte die Behörde vor Beginn der Bauarbeiten am Dienstag nicht sagen. „Bis dahin wurden untere Teile der Konstruktion von Lamellen verdeckt“, sagt Leiter Friedhelm Fischer. „Einen Zugang von unten gibt es nicht.“ Laut Fabian Schulze, Leiter des Fachbereichs Bau, sei inzwischen die Übergangskonstruktion bis einschließlich dem Bereich unter der Mittelschutzwand geöffnet und die Lamellen ausgebaut worden. „Jetzt können wir das gesamte Innenleben sehen“, sagt er. So konnten die Experten auch erkennen, dass die Arbeiten nicht einfach vor Ort erledigt werden können.

Keine Vollsperrung am Wochenende

Der innere Teil der Übergangskonstruktion werde nun ausgebaut und über das Wochenende in einer Werkstatt geschweißt „beziehungsweise einzelne Elemente ersetzt“, so Schulze. Erst danach könne das reparierte Innenleben wieder in die Brücke eingesetzt werden. Dies soll nun ab Montag geschehen, deshalb bleibe die Baustelle auf dem Südschnellweg nach derzeitigem Stand bis einschließlich kommenden Donnerstag bestehen. „Die positive Nachricht ist immerhin“, sagt Schulze, „dass dadurch die Sperrung am Wochenende Richtung Landwehrkreisel wegfällt.“ Die Reparaturkosten werden mit rund 40.000 Euro beziffert.

Wegen der Schäden galt auf der Querung Richtung Osten an der beschädigten Stelle seit Mitte Dezember nur noch Tempo 10. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll nach den Arbeiten aber wieder aufgehoben werden. Laut Behördenleiter Fischer könne jedoch noch nicht gesagt werden, „ob dann dort wieder mit Tempo 80 oder nur mit 70 oder 50 Kilometern pro Stunde gefahren werden kann“.

Weitere Baustelle in den Ferien

Klar dagegen ist inzwischen, dass definitiv eine zweite Brückensperrung folgen wird: „Die jetzige Maßnahme ist nur eine Notreparatur“, sagt Baubereichsleiter Schulze. Damit die marode Brücke noch bis zu ihrem Abriss im Jahr 2023 durchhalte, müsse die Übergangskonstruktion komplett ausgetauscht werden. Sie stamme noch aus den 60er Jahren und wurde bereits mehrfach geschweißt. „Irgendwann ist das Material am Ende“, sagt er. Insgesamt besitzt die Querung vier Übergangskonstruktionen – auf jeder Seite zwei.

Bei der nächsten Sperrung sollen dann alle Elemente auf beiden Seiten ersetzt werden, um einen weiteren Ermüdungsbruch an anderer Stelle zu vermeiden. Einen konkreten Termin für die Arbeiten gibt es jedoch nicht. „Wir versuchen aber eine Zeit zu finden, in der es den Autofahrern möglichst wenig weh tut“, sagt Schulze. Heißt: möglicherweise in den Oster- oder Sommerferien. Doch zunächst stünden Gespräche mit den Herstellern solcher Konstruktionen an. Schulze schätzt, dass die Bauzeit dann ähnlich lang ausfällt wie momentan: „Bei einer Sperrung können wir schließlich immer gleich zwei Stellen pro Fahrtrichtung erneuern.“

Von Ingo Rodriguez und Peer Hellerling

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