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Aus der Stadt Falsche Polizisten erbeuten wertvollen Schmuck
Hannover Aus der Stadt Falsche Polizisten erbeuten wertvollen Schmuck
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14:11 11.07.2018
Die Trickbetrüger gaben sich am Telefon als Polizeioberkommissar und Staatsanwalt aus. Quelle: dpa
Hannover

Trickbetrüger haben sich gegenüber einer 74-Jährigen aus Isernhagen-Süd als Polizisten ausgegeben und dadurch Gegenstände im Wert von 80.000 Euro erbeutet. Die beiden Unbekannten bezeichneten sich am Dienstag gegen 13 Uhr am Telefon als „Polizeioberkommissar Weber“ und „Staatsanwalt Franke“. Mit einer ausgedachten Geschichte über einen geplanten Einbruch entlockte der falsche Polizist der 74-Jährigen, dass sie ein Schließfach besitzt, in dem diverse Wertgegenstände lagern.

„Im weiteren Telefonat verängstigte er die Frau unter anderem mit ,Ermittlungsergebnissen’ zu unseriösen Bankmitarbeitern und Putzfrauen“, sagt Polizeisprecherin Martina Stern. Außerdem sicherte der Betrüger der 74-Jährigen Polizeischutz zu. Alle Angaben ließ er sich durch „Staatsanwalt Frank“ bestätigen, an den er das Opfer am Telefon direkt durchstellte.

Die 74-Jährige machte sich sofort auf den Weg zu ihrer Bank und holte den teuren Schmuck sowie Münzen aus dem Schließfach. Anschließend fuhr sie mit ihrem Auto zur Ecke Thorner Straße/Am Plessenfelde, um die Wertsachen an einen „zivilen Mitarbeiter“ zu übergeben – genau wie es ihr „Polizist Weber“ am Telefon beschrieben hatte. Als der Abholer erschien, nannte die 74-Jährige da vorher vereinbarte Codewort und übergab die Wertsachen. Erst zu Hause, nachdem sich „Polizeioberkommissar Weber“ nicht mehr meldete und auch auf Anrufe des Opfers nicht reagierte, kam der 74-Jährigen der Vorgang seltsam vor und sie alarmierte die richtige Polizei.

Die Täter und auch die Beute konnten allerdings bislang nicht ausfindig gemacht werden. Der Abholer von Schmuck und Münzen ist vermutlich Osteuropäer, etwa 1,70 Meter groß und hat ein gepflegtes Äußeres. Außerdem hat er ein rundes, fülliges Gesicht und kurze, schwarze Haare. Der Kriminaldauerdienst erbittet Zeugenhinweise unter Telefon (0511) 109 55 55. Die Ermittler raten zudem, am Telefon nie Angaben zu Wertgegenständen zu machen. Außerdem sollten Angeufene nie auf Forderungen und Geldübergaben eingehen.

Von Peer Hellerling

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