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Aus der Stadt Kirchengemeinde baut neues Gemeindezentrum
Hannover Aus der Stadt Kirchengemeinde baut neues Gemeindezentrum
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18:32 31.07.2018
Die Arbeiten für den Neubau des Gemeindezentrums der Hainhölzer Kirchengemeinde haben schon begonnen. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hainholz

 Die Bagger sind endlich angerollt: Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Hannover-Hainholz baut an der Fenskestraße neben der historischen St. Marienkirche ihr neues Gemeindezentrum mit Kindertagesstätte. Rund zehn Jahre lang haben Gemeindemitglieder für den Neubau gekämpft, doch lange scheiterte das Vorhaben am Geld. „Die Finanzierung war nicht einfach. Wir sind froh, dass wir mit Unterstützung von Stadt, Region, Land und Kirche eine Lösung gefunden haben“, erklärt Diakon Marc Jacobmeyer. Ein Antrag auf Städtebauförderung läuft. „Wir hoffen sehr darauf, wir sind auch darauf angewiesen.“ Rund 4,6 Millionen Euro gibt die Gemeinde insgesamt aus, allein 3,5 Millionen fließen in die Kita, die im August 2019 am neuen Standort startet.

„Wir rücken zusammen und sind als Kirche an einem zentralen Ort im Stadtteil präsent“, betont der Diakon. Mehrere Gründe machen den Neubau notwendig: Die Zahl der Gemeindemitglieder sinkt, außerdem ist das bisherige Kita-Gebäude in der Hüttenstraße seit Längerem sanierungsbedürftig. „Wir können das Gebäude nicht aufrechterhalten, die Gruppenräume sind außerdem zu klein“, erläutert Jacobmeyer. In dem Neubau bekommt die Kita gut 1000 Quadratmeter Platz, das Gemeindezentrum 280 Quadratmeter. Das alte Gemeindehaus an der Turmstraße ist mit 600 Quadratmetern deutlich größer. „Wir glauben aber, dass wir mit Wänden, die sich auf- und zuziehen lassen, weiter für alle Aktivitäten Platz bieten“, betont Projektleiter Jacobmeyer. Je nach Bedarf können die Räume für Veranstaltungen, Feiern, Chor- und Theaterproben geteilt oder zusammengelegt werden. Jacobmeyer setzt darauf, dass die Betriebskosten im modernen Neubau deutlich geringer ausfallen als im Altbau mit großen Fluren.

Die Gemeinde verkauft die alte Kita sowie ihr Gemeindehaus; aus dem Erlös finanziert sie einen Teil des Neubaus. Auf dem Kita-Gelände in der Hüttenstraße soll bezahlbare Wohnbebauung entstehen. „Wir haben sehr darauf geachtet, einen guten Partner dafür zu finden“, betont Jacobmeyer. Die Weser Wohnbau will dort Eigentumswohnungen errichten. Für das Gemeindehaus gibt es einen anderen lokalen Käufer, der ein Mehrgenerationenhaus als Wohnprojekt entwickeln will. „Uns ist es wichtig, dass das Projekt in den Stadtteil passt.“

Für die Kita nimmt die Gemeinde zunächst einen Kredit auf, an der Finanzierung ist die öffentliche Hand beteiligt. Bisher besteht die Kita aus Kindergarten und Hort. Zukünftig gibt es den Kindergarten und zwei Krippengruppen. Die Kita nimmt bald mehr Kinder mit Handicap auf. Elf der 90 Plätze am neuen Standort sind integrativ. „Viele Familien fragen danach“, berichtet Jacobmeyer.

Von Bärbel Hilbig

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