Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Grundstein für Studentenwohnheim gelegt
Hannover Aus der Stadt Grundstein für Studentenwohnheim gelegt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:17 02.07.2018
Einsatz auf der Baustelle: Volker Epping, Präsident der Leibniz-Uni, Minister Björn Thümler, Eberhard Hoffmann vom Studentenwerk Hannover, Bürgermeister Thomas Herrmann (von links nach rechts). Quelle: Foto: Katrin Kutter
Anzeige
Hannover

Um den Grundstein ging es nicht mehr wirklich, als Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler Montag die Baustelle für das neue Studentenwohnheim in der Dorotheenstraße besuchte. Der Keller ist fertig, auch Wände im Erdgeschoss stehen bereits. Eberhard Hoffmann, Chef des Studentenwerks Hannover, spricht von einem „Gründungsfest“ und dankt dem Land dafür, dass es Wohnheim-Neubauten nun wieder stetiger fördere. Er rechnet jedoch auch vor, wie unterversorgt Hannover mit gefördertem Wohnraum für Studenten ist. Nur sechs Prozent der 47.000 Studenten in der Landeshauptstadt wohnen kostengünstig in einem geförderten Wohnheim. Im Landesschnitt liegt die Quote bei 9,4 Prozent. Selbst wenn die Dorotheenstraße sowie weitere geplante Bauprojekte vollendet sind, fehlen nach Hoffmanns Rechnung 1200 Plätze in Hannover.

„Studentenwohnheime können nicht schnell genug gebaut werden“, betont Minister Thümler. Es sei jedoch eine Überlegung, ob nicht auch „durchaus erreichbare“ Orte wie Wunstorf ins Kalkül einbezogen werden sollten. „Und es ist nicht verboten, dass Private diesen Markt für sich entdecken.“ Im Haushalt 2017/18 hatte die Landesregierung ihren Etat für Wohnheimbauten einmalig auf 11,5 Millionen Euro für die zwei Jahre aufgestockt. 2019 liegt er wieder wie gehabt bei 3,5 Millionen Euro.

Studentenwerkschef Hoffmann hat jedoch weitere Ideen, wie kostengünstiges Bauen für Studenten möglich wird. In Göttingen fordert der Rat jetzt nur noch einen Stellplatz für sechs Wohnheimplätze. In Hannover muss ein Stellplatz für drei Bewohner nachgewiesen werden.

Der Neubau in der Dorotheenstraße namens „Internationales Quartier“ ersetzt das alte Karmarschhaus, das mehrere Gemeinschaftsräume für das bestehende Wohnheim in mehreren Hochhaustürmen in der Straße bot. In dem neuen Gebäude haben die Architekten von ACMS aus Wuppertal deshalb neben 68 Wohnheimplätzen auch einen großen Saal und Aufenthaltsräume für die gesamte Anlage mit rund 500 Studenten eingeplant. Die Miete für ein knapp 20 Quadratmeter großes Apartment wird inklusive Nebenkosten und Internet rund 370 Euro betragen. Möglich wird das, weil das Land rund 1,5 Millionen Euro Baukostenzuschuss zahlt, außerdem fließen rund 5,2 Millionen Euro als Darlehen aus den Mitteln der sozialen Wohnraumförderung. Insgesamt kostet der Neubau rund neun Millionen Euro. Er soll zum Wintersemester 2019/2020 bezugsfertig sein.

Große Nachfrage nach Studentenzimmern

Dass Kleinst-Wohnungen gefragt sind, zeigt auch der Neubau, den die städtische Wohnungsbaugesellschaft Hanova in der Nordstadt errichtet. Das Gebäude in der Kopernikusstraße steht kurz vor der Fertigstellung, die 111 Mikroapartments sind bereits weitestgehend vermietet.

Von Bärbel Hilbig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat die Ermittlungen wegen Misshandlungsvorwürfen gegen die Abschiebehaft in Langenhagen eingestellt. Insassen hatten dem Personal im März vorgeworfen, sie zu schlagen.

02.07.2018

Kevin Kratzsch ist zweiter Vorsitzender des Niedersächsischen Schaustellerverband Niedersachsen. Er hat die Öffentlichkeit am Dienstag zu einer Podiumsdiskussion auf dem Rundteil mit dem Titel „Volksfeste –Tradition in Zukunft?“ eingeladen. Erstmalig findet eine Veranstaltung dieser Art während des Schützenfestes statt. Die HAZ traf ihn zum Interview auf dem Festplatz.

02.07.2018

Zu lange Arbeitszeiten und Videoüberwachung: Blumenhändler Karl Heinz Wolf steht in der Kritik. Der Datenschutzbeauftragte des Landes verlangt Auskunft.

02.07.2018
Anzeige