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Aus der Stadt Nach TV-Show: Beleidigungen gegen Wirtin aus Hannover
Hannover Aus der Stadt Nach TV-Show: Beleidigungen gegen Wirtin aus Hannover
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12:52 27.07.2018
Christine Hoppe betreibt das „Frau Hoppe“ in Waldhausen und bald auch ein Caférant am Friedhof Engesohde. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Anonyme Drohanrufe, Hasskommentare im Netz und böse Emails – die Wirtin Christine Hoppe musste nach der Teilnahme bei der Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“ viel ertragen. Die auf Kabel 1 ausgestrahlte Dokusoap wurde im April in Hannover abgedreht. Mit dabei waren fünf Restaurants der Landeshauptstadt. Gewonnen hat der Koch des Lindenblatt Grillgarten Benjamin Busmann. Die Betreiberin des Lokals Frau Hoppe in Waldhausen Christine Hoppe kam auf den vierten Platz. Eigentlich hatte sich die 56-Jährige von der TV-Show nur etwas Werbung für ihr kleines Restaurant erhofft. Über die Konsequenzen sei sie sich im vorhinein nicht bewusst gewesen, so Hoppe. „Gäste haben mich gefragt, ob ich behämmert sei, dort mitzumachen“, erzählt sie und fügt an: „Ich wusste nicht, was mich erwartet.“ Vor vier Jahren sei sie schon einmal für das Format angefragt worden. Als die Filmcrew im Frühjahr ein zweites Mal anfragte, sagte sie spontan zu.

Hämische Kommentare und Gratulation aus der Insel

Im Nachhinein betrachtet keine weise Entscheidung. Schnell wurde die Rolle von Christine Hoppe in der Sendung ausgemacht: tollpatschig und zickig. „Schon beim ersten Drehtag im Lindenblatt ging es los: Ich beiße auf einen Burger mit Chili-Schote und bekomme keine Luft mehr...“, erzählt sie. Die Kommentare im Netz anschließend seien vernichtend gewesen, „fette Kuh“ sei nur eine der Beleidigungen gewesen, die die Köchin über sich ergehen lassen musste. Sie entscheidet sich die hämischen Kommentare auf der Facebook-Seite der TV-Show nicht mehr anzugucken. „Das konnte ich einfach nicht ertragen. Es ging unter die Gürtellinie.“ Einmal bekommt sie sogar eine anonymen Anruf von einem Mann, der ihr sagt, er wolle ihr Blut fließen sehen. Die Hannoveranerin ist geschockt. Zum Glück bekommt Christine Hoppe auch nette Worte von Kollegen. Heike und Norbert Schu von der Insel senden ihr Grußworte per SMS und gratulieren zur Seezunge und schreiben: „tolle Leistung“.

Christine Hoppe weiß jetzt sicher: „Zu einer Show ins Privatfernsehen gehe ich nicht mehr“. Dafür hat sie einen neuen Laden am Friedhof Engesohde angemietet und blickt munter in die Zukunft. In dem sogenannten „Caférant“ will Frau Hoppe nach der Sommerpause sonntags ganztägig Kaffee und Kuchen servieren. Zudem soll das neue Lokal der Köchin ein Ort für Events und private Veranstaltungen wie Trauerfeiern und Geburtstage sein. „Vielleicht mache ich auch Themenabende, zum Beispiel mit Rossini.“ Den Mut für neue Projekte konnten die Hass-Kommentare aus dem Netz der Hannoveranerin nicht nehmen. Frau Hoppe lässt sich nicht unterkriegen.

Von Marleen Gaida

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