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Aus der Stadt Polizei zieht nach Risikospiel positive Bilanz
Hannover Aus der Stadt Polizei zieht nach Risikospiel positive Bilanz
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00:21 23.01.2019
Beim Bundesligaspiel von Hannover 96 und Werder Bremen ist es laut Polizei bis auf einige wenige Zwischenfälle friedlich geblieben. Quelle: Ulrich zur Nieden
Hannover

Die Polizei hat nach dem Bundesligaspiel zwischen Hannover 96 und Werder Bremen eine positive Bilanz gezogen. Es sei rund um das Stadion und den Hauptbahnhof friedlich geblieben, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. Im Vorfeld war die Begegnung mit rivalisierenden Fangruppen von Experten als riskant eingestuft worden. Deshalb waren laut Polizei mehrere Stunden vor und nach der Bundesligapartie deutlich mehr Einsatzkräfte im Dienst als bei gewöhnlichen Erstligaspielen. Im Einsatz waren auch ein Hubschrauber und eine Reiterstaffel der Polizei. Die Pferdestaffel hatte unter anderem eine Gruppe von rund 750 Bremer Fans nach ihrer Ankunft am Hauptbahnhof in Hannover bis zum Stadion begleitet. Laut Polizei sei dieser sogenannte Fanmarsch aus der Luft von Einsatzkräften im Hubschrauber beobachtet worden. Trotz der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen kam es dabei laut Polizei jedoch auch zu einem Zwischenfall. Demnach sollen etwa 100 Fans von Hannover 96 plötzlich auf die eskortierten Bremer Fans zugestürmt sein. Es sei den Angreifern jedoch nicht gelungen, an der Polizei vor den Gästefans vorbeizukommen. Im Internet wurden diese Geschehnisse von der Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter geschildert.

Demnach hatte ein 46-jähriger Mann aus Hannover bei diesem Zwischenfall auch versucht, einem Polizisten einen Ellenbogenschlag zu versetzen. Der Beamte sei jedoch nicht getroffen und der Angreifer festgehalten worden. Gegen ihn werde nun wegen des tätlichen Angriffs ermittelt.

Zeugen werden von der Polizei wegen eines weiteren Vorfalles bei dem Angriff auf die Gästefans gesucht: Gegen 12.25 Uhr soll ein bislang unbekannter Mann einem Beamten zweimal gegen den Rücken geschlagen haben. Laut Polizei ist der Gesuchte etwa 25 Jahre alt und 1,80 Meter groß, hat kurze und braune Haare. Zur Tatzeit trug er demnach eine dunkelbraune Lederjacke mit weißen Nähten an den Ärmeln.

Zu einem Zwischenfall soll es laut Bundespolizei auch noch am späten Abend nach der Abreise von insgesamt rund 5000 Bremer Besuchern an einem Bahnhof in Dörverden kurz vor Bremen gekommen sein. Dort seien rund um den Haltepunkt alle Zugverbindungen gestoppt worden, weil etwa 450 Bremer Fans den Zug aus Hannover verlassen hatten und auch auf den Bahngleisen herumgelaufen waren. Zuvor hätte die Bahn ihre Türen nicht mehr schließen können, weil der Mechanismus nicht mehr funktioniert habe. „Ob diese Störung von Reisenden mutwillig ausgelöst wurde, wird noch ermittelt“, sagte die Sprecherin der Bundespolizei, Angelika Kubik, am Sonntag. Wegen dieses Zwischenfalls sei es bei allen nachfolgendem Zugverbindungen zu Verspätungen von 70 Minuten gekommen.

Von Ingo Rodriguez

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