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Aus der Stadt Schadstoffaustritt: Polizei sperrt Räume einer Hundertschaft
Hannover Aus der Stadt Schadstoffaustritt: Polizei sperrt Räume einer Hundertschaft
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19:44 23.01.2019
In der Zentralen Polizeidirektion sind derzeit nach einem Schadstoffunfall die betroffenen Räume einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei gesperrt. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Schadstoffunfall in der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD): In der vergangenen Woche ist dort in den Räumen einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei eine giftige Flüssigkeit aus zwei beschädigten Kondensatoren in den Fassungen von alten Leuchtstoffröhren ausgetreten. Das hat die ZPD auf Nachfrage bestätigt. Demnach sind die betroffenen Räume in dem 1936 errichteten Gebäude an der Tannenbergallee wegen einer möglichen Belastung mit sogenannten polychlorierten Biphenylen (PCB) nach Flüssigkeitsproben für den Dienstbetrieb vorübergehend gesperrt worden. Außerdem wurden laut ZPD-Sprecher Philipp Mantke allen Mitarbeitern, die sich in den Räumen aufgehalten hatten, Blutproben zur Bestimmung des PCB-Wertes entnommen. Die gesundheitsschädlichen Werte seien in allen Fällen deutlich unterschritten worden, betont der Sprecher. Alle Maßnahmen seien rein vorsorglich.

Die Vorsicht der ZPD ist begründet: Eine längere Belastung mit hohen PCB-Konzentrationen kann laut Sprecher Mantke krebserregende Wirkung haben sowie Leber- und Nierenschäden auslösen. Deshalb seien nach dem Schadstoffaustritt auch angrenzende Bereiche der Hundertschaft für eine Überprüfung gesperrt worden – auch, um ältere Leuchtmittel zu ersetzen und die Räume zu reinigen. Weitere Gebäude seien inzwischen ebenfalls untersucht worden – ohne besorgniserregende Funde.

Für insgesamt 23 Polizisten war der Schadstoffunfall aber mit Einschränkungen verbunden. Sie hatten laut ZPD vorübergehend keinen Zugriff auf ihre Dienstbekleidung in den gesperrten Bereichen. Die Mitarbeiter hätten sich Ersatz besorgt oder in ziviler Kleidung ihren Dienst ausgeübt. Die Einsatzstärke der Bereitschaftspolizei habe nicht unter dem Vorfall gelitten, weil dies in der Planung mit anderen Einheiten berücksichtigt worden sei, sagt Mantke. Die vom PCB-Austritt betroffenen Räume sollen erst wieder freigegeben werden, wenn eine Gefahr für Mitarbeiter ausgeschlossen werden kann, betont der Sprecher.

Von Ingo Rodriguez

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