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Aus der Stadt Mann soll Weihnachtsschmuck geklaut haben
Hannover Aus der Stadt Mann soll Weihnachtsschmuck geklaut haben
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00:20 02.08.2018
Im Amtsgericht Hannover musste sich der Angeklagte verantworten. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Weil er mehrere Dekorationselemente im vergangenen Dezember auf dem hannoverschen Weihnachtsmarkt gestohlen haben soll, musste sich ein 26-jährige Mann nun im Hochsommer vor dem Amtsgericht Hannover verantworten. Nach übereinstimmenden Zeugenangaben stellte er sich dabei nicht besonders geschickt an. Die Strafe fiel dennoch mild aus.

Vorgeworfen war ihm mehr: Zwischen 2 und 4 Uhr morgens soll Thomas C. am 22. Dezember 2017 in der Altstadt aus mehreren nicht verschlossenen Ständen Kerzen, Holzlaternen und Tierfelle entwendet haben. „Wir bekamen über Funk die Info, dass Security-Mitarbeiter einen Mann festgehalten hatten“, erzählte ein 24-jähriger Polizeibeamter, der als Zeuge aussagte. Gemeinsam mit seinen Kollegen sei er auf den Weihnachtsmarkt gerufen worden. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten die besagten zwei Kerzen.

„Dass er die Kerzen mitgenommen hat, hat der Beschuldigte auch sofort zugegeben“, erklärte der Beamte der Richterin Rin Mouna Medini. Der Mann sei angetrunken gewesen, habe auch immer wieder gesagt, dass er Alkohol getrunken habe. „Einen Atemalkoholtest hat er aber verweigert“, so der Polizeibeamte.

Bei der Begehung des Tatortes fanden die Beamten mehrere Mülltüten mit Weihnachtsschmuck, Holzlaternen und Fellen. „Die Mitarbeiter des Security-Dienstes hatten einen Mann gesehen, der mehrfach in die Richtung dieser Müllsäcke gegangen war, so als ob er sie abholen wollte“, berichtete der Polizeibeamte.

„Etwas sonderbar“

Auch zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes gaben vor Gericht ihre Erinnerung an die Tatnacht wieder. „Es war etwas sonderbar, weil ein betrunkener Mann uns fragte, ob wir ihm Müllsäcke geben könnten – er habe an einem Stand Felle gesehen und würde die mitnehmen wollen.“Der 34-jährige Student konnte sich auch noch an einen Mann mit einem roten Cappi erinnern, der ihm nachts an den Ständen aufgefallen war. „Als wir dem Betrunkenen gesagt haben, dass wir es nicht begrüßen würden, wenn er die Felle einfach mitnähme, ist er unverrichteter Dinge gegangen“, sagte der Zeuge lachend.

Doch C. ließ sich davon offenbar nicht entmutigen: Ein paar Buden weiter ist es dann später in der Nacht doch noch zu dem Polizeieinsatz gekommen. Weil C. strafrechtlich bislang nicht in Erscheinung getreten ist und bei der Durchsuchung nur die beiden abgebrannten Kerzen bei sich trug, stellte Richterin Medini das Verfahren vorläufig gegen Zahlung eines Geldbetrages von 400 Euro ein. Zwei Zeugen, die unentschuldigt vor Gericht fehlten, müssen jeweils ein Ordnungsgeld von 150 Euro zahlen.

Von Tomma Petersen

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