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Aus der Stadt Nach lautem Knall: Wohnhaus durch Brand zerstört
Hannover Aus der Stadt Nach lautem Knall: Wohnhaus durch Brand zerstört
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15:41 14.12.2018
Die Nachlöscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Quelle: Peer Hellerling
Hannover

Im dritten Stockwerk eines Mehrfamilienhauses in der Oststadt ist am frühen Freitagmorgen ein Brand ausgebrochen, die Feuerwehr war seit etwa 5 Uhr bis zum frühen Nachmittag an der Kronenstraße im Einsatz. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Jörg Rühle war der Brand in einer rückseitigen Wohnung ausgebrochen, die Einsatzkräfte mussten die Flammen zunächst über eine Drehleiter bekämpfen. „Außerdem ist ein Trupp unter Atemschutz über das Treppenhaus vorgerückt“, so Rühle. Bewohner wurden nicht verletzt. Die 24 Mieter hatten das Gebäude bereits vor dem Eintreffen der Rettungskräfte verlassen und konnten sich in einem bereitgestellten Fahrzeug der Feuerwehr aufwärmen.

In einem Mehrfamilienhaus in der Oststadt von Hannover ist am Freitagmorgen ein Brand ausgebrochen. Eine Wohnung im dritten Stock des Gebäudes stand in Flammen, Nachbarn berichten, zuvor habe es einen lauten Knall gegeben.

Eine Anwohnerin des Nachbarhauses berichtet, sie habe einen lauten Knall gehört. „Vom Balkon aus sah ich dann die Flammen und habe den Notruf gewählt“, sagt Christa Schlüter. Aus Sicherheitsgründen mussten die 84-Jährige und die zwölf weiteren Bewohner auch das Nachbarhaus verlassen. Die Feuerwehr konnte zunächst nicht ausschließen, dass die Flammen übergreifen. „Das ist ein ziemlicher Schreck“, so Schlüter. Was den lauten Knall und den Brand verursacht hat, ist noch unklar. Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Feuerwehrsprecher Rühle berichtet, dass im Innenhof Teile einer Heizungsabdeckung und Glasscherben lagen. „Möglicherweise wurden sie aus der Brandwohnung herausgeschleudert.“

Bereits gegen 5.40 Uhr war das Feuer zwar unter Kontrolle, allerdings bekämpften die Retter noch stundenlang diverse Glutnester. Erschwerend kam hinzu: „Die Decke zwischen dem zweiten und dritten Stock ist während des Einsatzes teilweise eingestürzt“, sagt Rühle. Deshalb löschten die Kräfte von da an aus Sicherheitsgründen die Wohnung nur noch von außen. Gleichzeitig kontrollierten sie die umliegenden Räume, ob sich das Feuer noch weiter ausgebreitet hatte – teilweise mussten die Zimmer dafür sukzessive leergeräumt werden. Erst gegen 13.55 Uhr war der Einsatz beendet – fast acht Stunden nach dem ersten Notruf.

Das Mehrfamilienhaus ist bis auf Weiteres nicht bewohnbar. Das Feuer, Löschwasser und der Rauch haben das Gebäude zu sehr in Mitleidenschaft gezogen. Enercity schaltete vorsorglich die komplette Stromzufuhr ab. Die Polizei schätzt den Schaden auf eine halbe Million Euro. Die 24 Mieter müssen sich um andere Unterkünfte bemühen. Nach Angaben der Feuerwehr kamen einige von ihnen bei Freunden und Verwandten unter, bei den restlichen Bewohnern kümmert sich die Stadt zurzeit um ein Übergangsquartier.

Anwohnerin Elke Tietz (82) brachte den Einsatzkräften zum Aufwärmen eine Kanne Kaffee. Quelle: Peer Hellerling

Eine kleine Aufmunterung am Rande des Einsatzes bekamen die Feuerwehrleute von Elke Tietz. Sie wohnt einige Häuser weiter in der Kronenstraße und brachte den Helfern gegen 6 Uhr Kaffee vorbei. „Die Einsatzkräfte müssen eine Menge leisten“, sagt die 82-Jährige, die aktuell Geburtstag hat. Am Wagen der Einsatzleitung stellte sie einen Korb mit der Kanne und mehreren Tassen ab. Tietz: „Ein Schluck Warmes tut sicher gut.“

Von Peer Hellerling

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