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Aus der Stadt So schön ist der „Winterzauber“ in Herrenhausen
Hannover Aus der Stadt So schön ist der „Winterzauber“ in Herrenhausen
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00:16 13.11.2018
Auch in der Galerie sind Stände aufgebaut. Quelle: Villegas
Hannover

Glitzernder Tannenbaumschmuck und Feuerzangenbowle mitten im Herbst – das scheint alles andere als unpassend zu sein. Der erstmalig veranstaltete vorweihnachtliche „Winterzauber“ im Ehrenhof des Schlosses Herrenhausen sowie in der Galerie und im Arne-Jacobsen-Foyer zieht seit Freitag etliche Besucher an. „Wir sind super zufrieden“, sagt Annette Rieger, Inhaberin der Lebkuchen-Firma Lenchen. Diesen Satz hört man von vielen Standbetreibern und auch von Besuchern. „Der Eintrittspreis ist hoch, aber die Atmosphäre ist einmalig“, sagt Lucie Gürtler, die mit ihrer Familie aus Steinhude angereist ist.

Händler und Besucher genießen die besondere Atmosphäre im Ehrenhof des Schlosses Herrenhausen und in der Galerie.

100 Aussteller bieten ihre Waren an, zudem gibt es Bastelangebote und Aktionen für Kinder, etwa eine Märchenstunde im Schlossfoyer. Ab 17 Uhr wird der Barockgarten illuminiert.

Glühweinbuden, Flammkuchen-Imbiss und Obststände schon am frühen Sonnabend gut besucht

Schon am Sonnabendvormittag drängen sich an den Kassenhäuschen zahlreiche Besucher. Auf dem Hof zwischen Galerie und Orangerie beginnt der Winterzauber mit einer Reihe Stände, die sich auch auf einem klassischen Weihnachtsmarkt wiederfinden könnten, unter anderem Glühweinbuden, Flammkuchen-Imbiss und Obststände. Aber der genauere Blick offenbart Besonderheiten, etwa den lila Schweden. Die Kartoffelsorte hat Alina Pröve von Lindemanns Hofladen neben den üblichen Orangen und Nüssen im Angebot. „Die Kartoffel schmeckt viel intensiver“, sagt sie.

Keineswegs alltäglich ist auch der Blick ins Galeriegebäude. Der Saal mit seinen üppigen Wandmalereien bleibt Herrenhausen-Besuchern meist verschlossen, an diesem Wochenende verleiht er dem Markt einen glamourösen Charme. „Die Atmosphäre ist toll“, sagt Gabriela Köhn, die glitzernden Tannenbaumschmuck präsentiert. So früh im Jahr habe sie ihre Waren noch nie angeboten, sagt sie. „Drei Tage sind jedoch ein bisschen wenig, angesichts des aufwändigen Aufbaus“, meint Köhn.

„Jetzt warten wir nur noch auf Schnee“

Auch das frisch renovierte Arne-Jacobsen-Foyer, der Glaskasten gleich neben der Galerie, wird als Markthalle genutzt. Dort bietet unter anderem die Schokoladen-Manufaktur Kapelle & Kapelle aus Steinhude ihre Süßwaren an. „Schokolade in Kombination mit Wein ist derzeit sehr gefragt“, sagt Inhaberin Tanja Kapelle. Das neue Veranstaltungsformat in Herrenhausen hält sie für sehr gelungen. „Jetzt warten wir nur noch auf Schnee“, meint Kapelle.

Am Sonntagabend zieht Christine Koch von der Veranstaltungsagentur Evergreen ein zufriedenes Fazit. „Wir schätzen, dass es am Ende rund 20.000 Besucher gewesen sein werden“, sagt sie. Damit wären die zuvor gehegten Erwartungen mehr als erfüllt.

Von Andreas Schinkel

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