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Aus der Stadt Rund 50 Anwohner protestieren gegen Umbenennung
Hannover Aus der Stadt Rund 50 Anwohner protestieren gegen Umbenennung
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18:36 13.09.2018
Anwohner der Hindenburgstraße folgen dem Aufruf der CDU und protestieren gegen die Umbenennung. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Der Widerstand gegen die Umbenennung der Hindenburgstraße wächst, und die CDU organisiert den Protest. Am Donnerstag haben die Christdemokraten zu einer Bürgerversammlung vor der Landesgeschäftsstelle ihrer Partei in der Hindenburgstraße aufgerufen – und gut 50 Anwohner sind erschienen. „Wir müssen uns sichtbar machen“, sagte die Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Mitte, Diana Rieck-Vogt. Sie ließ eine Unterschriftenliste herumgehen, die am kommenden Montag, 17. September, dem Bezirksrat Mitte übergeben werden soll. „Vielleicht können wir noch etwas erreichen“, meinte Rieck-Vogt.

Das dürfte schwierig werden. Der Bezirksrat hat bereits mehrheitlich beschlossen, dass die Hindenburgstraße einen anderen Namen bekommen soll. Damit folgt das Gremium der Empfehlung einer städtischen Expertenkommission. Im nächsten Schritt geht es darum, einen neuen Namen zu finden. Aus dem SPD-Stadtverband kam vor einiger Zeit der Vorschlag, die Straße nach Helmut Kohl zu benennen. Die SPD im Bezirksrat will mit den Anwohnern des Zooviertels über neue Namen sprechen.

Bei den am Donnerstag versammelten Anwohnern kommt jedwede Namensänderung nicht gut an. „Wir können Geschichte nicht verändern, indem wir Straßenschilder austauschen“, sagt Anwohnerin Antje Gietzelt-Siegmund. Sie wünscht sich ein Hinweisschild, das Paul von Hindenburg historisch einordnet. Das ist im Übrigen auch die Position der CDU. Für Anwohner Frank Schrader ist die geschichtliche Rolle Hindenburgs keinesfalls geklärt. „Zudem ist eine Umbenennung eine Zumutung für uns“, sagt er. Sämtliche amtlichen Papiere müssten geändert werden, das sei ein hoher Aufwand.

Von Andreas Schinkel

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