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Aus der Stadt Vermarktung für Landesfrauenklinik startet
Hannover Aus der Stadt Vermarktung für Landesfrauenklinik startet
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17:48 05.11.2018
So könnte die Landesfrauenklinik nach dem Umbau aussehen: Blick auf das Hauptgebäude am Herrenhäuser Kirchweg. Quelle: Visualisierung/BPD
Hannover

Die Vermarktung des Wohnquartiers an der ehemaligen Landesfrauenklinik in der Nordstadt ist gestartet. Insgesamt 164 Wohnungen bietet der Immobilienentwickler BPD auf dem geschichtsträchtigen Gelände mit altem Baumbestand an. Das Wohnen in dem historischen Ensemble hat seinen Preis, und der liegt im denkmalgeschützten historischen Gebäude der Hauptklinik besonders hoch: Manche Wohnungen kosten gut 7.300 Euro pro Quadratmeter. Die Immobilienentwickler werben dafür mit hohen Decken, historisch nachempfundenen Fenstern und dem „besonderen Flair“.

Die Eigentumswohnungen in den fünf geplanten Neubauten kosten teils 5.400 Euro pro Quadratmeter. Die Größe der Neubau-Wohnungen reicht von 48 bis 187 Quadratmeter (im Penthaus, das für rund eine Million Euro zu haben ist). Die zur niederländischen Rabobank gehörende BPD hatte das Grundstück zum Höchstgebot von 15,5 Millionen Euro von der Region Hannover erworben, eine hochpreisige Vermarktung war deshalb zu erwarten.

Anders als beim Verkauf eigener Grundstücke hatte die Stadt keine Quote für Sozialwohnungen festgelegt. Bei manchen Bauprojekten liegt sie bei 25, zukünftig sogar bei 30 Prozent. Auf dem attraktiven, uninahen Areal zwischen Haltenhoffstraße und Herrenhäuser Kirchweg entstehen neben 137 Eigentumswohnungen nun aber auch 27 geförderte Mietwohnungen mit Mietpreisbindung. Die Firma BPD hat das städtebauliche Konzept für das Wohnquartier in enger Abstimmung mit der Stadtplanung und dem Landesamt für Denkmalpflege entwickelt. „Den behutsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz empfinden wir als besonders gelungen“, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann. In einer kriegszerstörten Stadt wie Hannover sei es besonders wichtig, wenn Teile der architektonischen Vergangenheit erhalten werden können.

Zum Gelände gehören neben dem klassizistischen Zentralgebäude der Klinik auch die ehemalige Direktorenvilla und eine frühere Kapelle. Anbauten an die Klinik aus der Nachkriegszeit werden entfernt. Bei BPD läuft das Quartier unter dem Namen „Charlottes Garten“ und beruft sich damit auf Sophie Charlotte, Gattin von König Georg III., die 1781 die Hebammenlehranstalt angeregt haben soll.

Von Bärbel Hilbig

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