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Aus der Stadt Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen rabiaten Autofahrer
Hannover Aus der Stadt Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen rabiaten Autofahrer
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21:00 14.09.2018
An dieser Stelle soll der Angriff erfolgt sein. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Zehn Tage, nachdem ein 42-jähriger Autofahrer in der Innenstadt mehrere Radfahrer geschlagen und getreten haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Hannover jetzt bereits Anklage gegen den Mann erhoben. Der rabiate Autofahrer sitzt seit dem Vorfall am Georgsplatz wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stand der 42-Jährige bei der Attacke nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen.

Die Strafverfolger werfen dem Mann vor, am 4. September insgesamt fünf Personen angegriffen zu haben und anschließend Polizeibeamte auf das Übelste beleidigt zu haben. Zwei Radfahrer waren gegen 16.15 Uhr auf dem Radweg an der Prinzenstraße in Richtung Aegi unterwegs. Plötzlich soll der 42-Jährige mit seinem VW Touran aus der Einmündung zum Georgsplatz gekommen und den beiden Radfahrern die Vorfahrt genommen haben. Einer der Radfahrer soll daraufhin an die Scheibe des Wagen geklopft haben, um auf sich aufmerksam zu machen. Dann setzten sie ihre Fahrt fort.

Der Autofahrer soll die Fahrradfahrer überholt und sie nach wenigen hundert Metern ausgebremst haben. Dann sieg er aus und versetzte dem Mann und der Frau mindestens je einen Faustschlag ins Gesicht. Die Opfer gingen zu Boden. Auch zwei weitere Fahrradfahrer, die helfen wollten, soll der 42-Jährige angegriffen haben. Eine fünfte Radfahrerin, die zufällig vorbei kam und die bislang nicht ermittelt werden konnte, soll er an den Haaren vom Rad gezogen und ihren Kopf gegen eine Mauer geschlagen haben.

Doch damit nicht genug. Weil ein Zeuge den Angriff mit seinem Handy gefilmt hatte, soll der 42-Jährige dem Mann das Handy aus der Hand gerissen und es zerstörte haben. Zudem soll er eines der Fahrräder demoliert haben. „Insgesamt beträgt der Schaden rund 2000 Euro“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Als die Polizisten vor Ort waren, soll er die Beamten mit dem Wort „Drecksbullen“ und deutlich schlimmeren Schimpfwörtern beschimpft haben.

Die Polizisten stellten den Führerschein des Angreifers sicher. Ein Richter schickte ihn in Untersuchungshaft. In der kommenden Woche ist vor dem Amtsgericht ein Haftprüfungstermin angesetzt. Dann wird entschieden, ob der 42-Jährige aus dem Gefängnis frei kommt oder ob er weiter in U-Haft beleiben muss.

Von Tobias Morchner

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