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Aus der Stadt Interview: „Die Innenstadt entwickelt sich gut“
Hannover Aus der Stadt Interview: „Die Innenstadt entwickelt sich gut“
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15:55 11.09.2018
Wie geht es weiter mit den großen Watenhäusern in Hannover? Vor allem der Standort an der Seilwinderstraße könnte in Gefahr sein. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Eine mögliche Schließung eines Kaufhof- oder Karstadt-Hauses in Hannover würde wohl keinen Leerstand nach sich ziehen, sagt Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft. Die Erfahrungen aus anderen Standortschließungen zeigten, dass es viel Nachfrage nach Handelsflächen in Hannover gibt.

Herr Prenzler, alle warten jetzt bange darauf, ob Karstadt-Kaufhof nach der Fusion ein Haus oder sogar mehrere in Hannover schließen wird. Was würde das für die Einkaufstadt bedeuten?

Im Moment ist das alles Spekulation, und daran will ich mich nicht beteiligen. Aber selbst wenn es zu einer Reduzierung der Standorte kommt: Die Erfahrungen aus den Schließungen von Karstadt in den vergangenen Jahren hat gezeigt, dass es trotzdem keine Leerstände in Hannover gibt. Drei große Häuser hat das Unternehmen seit 2006 geschlossen, und überall gibt es starke Nachnutzer mit interessanten Handelsangeboten. In Hannover spüren wir eine starke Nachfrage vor allem auch nach kleinen Ladenflächen mit 100 bis 150 Quadratmetern – die kann derzeit gar nicht befriedigt werden.

Inzwischen aber wird es immer schwieriger für den stationären Handel, die Konkurrenz durch das Internet wächst bedrohlich. Wird es wieder gelingen, so große Löcher zu schließen, die ein Aus für ein großes Warenhaus reißen würde?

Eigentlich entwickelt sich die Innenstadt doch sehr gut: Gerade erst haben Sie Spitzennoten für unsere Einkaufszonen vermeldet, weil Hannover bei Passantenzählungen erneut unter die Top-5 der deutschen Shoppingstädte gekommen ist. Bahnhofstraße, Georgstraße, Große Packhofstraße und die Straßen ringsherum, das sind alles Adressen auf der Agenda von Handelsunternehmen, die sich an starken Standorten niederlassen wollen.

Wenn es aber das Kaufhof-Haus Seilwinderstraße an der Marktkirche treffen sollte, wäre das ein nicht ganz so starker Einzelhandelsstandort – der Bereich der Altstadt leidet ja ohnehin.

Gerade zu dem Standort aber hört man immer wieder, dass es großes Interesse von Projektentwicklern gibt für den Fall, dass Kaufhof das Gebäude einmal aufgeben sollte. Ob es dann nach einem Umbau wieder ein reines Handelshaus würde oder eine Mischung aus Handel im Erdgeschoss, Büros und Innenstadtwohnungen darüber, das wird sich dann zeigen. Derzeit aber gibt es ja noch überhaupt keine Aussage dazu, ob sich dort etwas ändern soll.

Von Conrad von Meding

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