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Aus der Stadt Freie Theater bekommen zusätzlich 100.000 Euro
Hannover Aus der Stadt Freie Theater bekommen zusätzlich 100.000 Euro
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16:05 16.11.2018
Im Rathaus wird der Kulturetat ausgeweitet. Quelle: Rainer-Droese
Hannover

Mehr Geld für freie Theater, stärkere Förderung von Ateliers und Werkstätten – die Ratsmehrheit stockt den Kulturetat auf. Zudem haben auf Wunsch von SPD, Grünen und FDP Kinder und Jugendliche in städtischen Museen künftig freien Eintritt. Das hat der Kulturausschuss am Freitag mehrheitlich beschlossen. Für Irritationen sorgen die Forderungen der AfD, Millionen Euro im Kulturetat zu streichen. „Das hat den Charakter einer kulturellen Säuberung“, sagt Grünen-Kulturpolitiker Daniel Gardemin. Die AfD verwahrt sich dagegen.

Im Grund sind sich fast alle Parteien über die Verteilung der Zuschüsse einig, nur die Summen unterscheiden sich. So plädiert die CDU dafür, die freien Theater mit einer halben Million Euro zu unterstützen und nicht nur mit 100.000 Euro, wie es sich das Mehrheitsbündnis wünscht. „Im Grunde überschneiden sich viele Anträge“, sagt Julian Klippert, Fraktionschef der „Fraktion“. Er schlägt vor, zum nächsten Haushalt gemeinsame Forderungen aufzustellen.

Anders die AfD. Sie schlägt vor, die Mittel für etliche Vereine und Institutionen zu kürzen, darunter auch zwei Millionen Euro für das Sprengel Museum zu streichen. Die Grünen vermuten, dass dahinter Methode steckt und verweist auf das AfD-Parteiprogramm. Dort sei von „importierten kulturellen Strömungen“ die Rede, die es zu bekämpfen gelte. „Der letzte kulturelle Kahlschlag ist zu einer Zeit geschehen, mit der Sie nicht verglichen werden wollen“, sagt Gardemin in Richtung AfD. AfD-Ratsherr Markus Karger hält dagegen und wirft den Grünen vor, die „Nazi-Keule“ zu schwingen. „Unsere Streichungen haben nichts mit dem Parteiprogramm zu tun“, sagt er. Vielmehr gehe es darum, mehr Geld zu sparen. Am Ende sind die AfD-Vorschläge mehrheitlich abgelehnt worden.

Von Andreas Schinkel

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