Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Theaterstudenten fordern „Europäische Republik“
Hannover Aus der Stadt Theaterstudenten fordern „Europäische Republik“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:04 10.11.2018
Theaterstudenten feiern vor dem Opernhaus den europäischen Gedanken. Quelle: Villegas
Hannover

Trommelwirbel, Konfettiregen, Jauchzen – mit einer Kunstaktion erinnert eine Gruppe Schauspielstudenten am Sonnabendnachmittag auf dem Opernplatz an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Zugleich verkünden sie eine politische Botschaft: Die europäische Einigung sei keineswegs zu Ende gedacht, an die Stelle der Souveränität der Staaten trete die Souveränität der Bürger. „Es lebe die Europäische Republik!“, rufen die Studenten aus. Beifall gibt es von etwa 20 Zuhörern, die spontan ihren Einkaufsbummel unterbrochen haben. Nur fünf Minuten dauert das Spektakel. „Jetzt steigen wir in die Stadtbahnen und tragen unser Manifest vor“, sagt Theaterstudent Lukas Winterberger.

Das Manifest stammt aus der Feder von Buchautor Robert Menasse und der Publizistin Ulrike Guérot. Es reiht sich ein in die vielfachen Bemühungen, dem europäischen Gedanken neues Leben einzuhauchen. „Europa heißt, Menschen zu einen und nicht Staaten zu integrieren“, heißt es in der Schrift.

Die hannoverschen Studenten sind nicht die einzigen, die am Sonnabend auf das Kriegsende aufmerksam machen. Unter dem Titel „European Balcony Project“ fordern Studenten in mehr als 100 Städten mehr Bewegung auf dem Weg zu europäischer Einigkeit. „In England, Frankreich und anderen Ländern wird zeitgleich das Manifest vorgelesen“, sagt Winterberger.

Von Andreas Schinkel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Gut 300 Gäste feiern in der neuen St.-Nathanael-Gemeinde in Bothfeld das Richtfest des Kirchenzentrums. Zum Festgottesdienst kamen auch Vertreter aus der Lokalpolitik, der katholischen Nachbargemeinde und der Wirtschaft.

10.11.2018

Der erstmals in diesem Jahr veranstaltete vorweihnachtliche Markt im Ehrenhof des Schlosses Herrenhausen und im Galeriegebäude entwickelte sich zum Besuchermagneten. Die Händler sind zufrieden.

13.11.2018

Der Ärger um die Umbenennung von Straßen in Hannover nimmt kein Ende. Die HAZ-Leser diskutieren wieder einmal – etwa über den Abschlussbericht des Wissenschaftlichen Beirats zu Ehrungen.

11.11.2018