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Aus der Stadt „Es hilft, den Boden zu bedecken“
Hannover Aus der Stadt „Es hilft, den Boden zu bedecken“
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20:12 06.08.2018
Jan Heeren, Landschaftsarchitekt Quelle: privat
Hannover

asdf Jan Heeren ist Landschaftsarchitekt und berät Kleingärtner für den BUND im Rahmen des Projekts Universum Kleingarten beim Anbau von Obst und Gemüse.


Herr Heeren, warum frohlocken die Kleingärtner jetzt, während Landwirte über Ernteausfälle durch Hitze und Trockenheit klagen?

Landwirte müssen teils riesige Flächen bewässern – da haben Kleingärtner es leichter. Für sie gilt die Faustregel: Je mehr Sonne, desto mehr Früchte ernten sie. Der Trend geht im Kleingarten außerdem zu platzsparenden Hochbeeten, die Wasser gut speichern können. Tomaten konnten Kleingärtner in dieser Saison schon etwa vier Wochen früher pflücken als im vergangenen Jahr, zudem sind dieses Jahr die Obstblüten nicht abgefroren. Meine Prognose: Viele von ihnen können sich in diesem Jahr auf Rekordernten freuen, besonders wenn sie ein paar Dinge beachtet haben.

Welche Dinge sind das?

Es hilft zum Beispiel, bei Hitze den Boden bedeckt zu halten mit Mulch, Heu oder Stroh, weil sich so die Verdunstung des Wassers reduzieren lässt. Landwirte nutzen Untersaaten im Frühjahr, beispielsweise Klee bei Mais, um die Verdunstung zu reduzieren: Die bedeckte Erde heizt sich weniger auf und hält das Wasser besser. Sogenannte Beikräuter können da hilfreich sein. Ich kenne einen Kleingärtner, der das Franzosenkraut auf einem Teil der Anbaufläche zwischen seinen Roten Beeten gejätet hat. Dort, wo er es stehen ließ, gediehen die Pflanzen viel besser.

Dann erntet derjenige die dicksten Früchte, der am wenigsten im Garten tut?

Nein, man muss gerade bei Hitze schon regelmäßig in den Garten gehen, allein um zu gießen. Wer es nicht so oft auf seine Parzelle schafft, dem verdorren die Pflanzen rasch.

Von Simon Benne

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