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Aus der Stadt Hochschule plant Neubauten in der Nordstadt
Hannover Aus der Stadt Hochschule plant Neubauten in der Nordstadt
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15:22 20.08.2018
Ein Neubau steht, weitere sind geplant: das Hannover Institute of Technology (Hitec) der Leibniz-Universität. Quelle: Rainer Dröse
Nordstadt

Gerade erst hat die Leibniz-Universität ihr neues Forschungsgebäude Hannover-Institute of Technology (Hitec) in der Callinstraße bezogen. Die Pläne der Hochschule für Neubauten sind damit aber keineswegs erschöpft, denn die Uni wirbt um weitere Forschungseinrichtungen und platzt angesichts steigender Studentenzahlen aus allen Nähten. „Wir wollen in absehbarer Zeit weitere Gebäude errichten“, kündigt Horst Bauer, Baudezernent der Leibniz-Uni, an. So wird in den nächsten fünf bis acht Jahren ein Neubau an der Ecke Schneiderberg/Appelstraße entstehen. Das Haus soll in einer Flucht mit dem Zentrum für Biomolekulare Wirkstoffforschung liegen. Dafür verschwindet ein Teil des Uni-Parkplatzes.

Anwohner, die den Parkplatz nutzen, bedauern bereits den Verlust an Stellplätzen, berichtet Bernd Huneke (CDU) vom Bezirksrat Nord. Und fragt, ob dort eine Tiefgarage denkbar sei. Zumal die Uni auch den ehemaligen Pferdestall an der Appelstraße ausbaut. Fassade und Dach sind bereits saniert. Mit Stiftungsgeld aus Bürgerspenden entstehen innen Räume sowie ein Saal mit rund 120 Plätzen für Veranstaltungen und Tagungen, außerdem im Erdgeschoss eine öffentlich zugängliche Gastronomie. „Es soll ein Ort entstehen, an dem sich Professoren und junge Wissenschafter losgelöst von ihrem Fachgebiet treffen können“, sagt Bauer. Der erste Bauabschnitt wird zum Jahresende abgeschlossen. Ein Parkhaus plant die Uni jedoch nicht. Bauer verweist auf die Tiefgarage für Uni-Mitarbeiter unter der Mensa. „Sie ist nur zur Hälfte belegt.“

Auf dem großen Uni-Areal zwischen Callinstraße und Appelstraße hat die Uni-Bauverwaltung weitere Reserveflächen für Neubauten in den Blick genommen. Die Max-Planck-Gesellschaft will ihr Albert-Einstein-Institut mit einer weiteren Professur ausstatten. Der zugehörige Mitarbeiterstab zieht zunächst in bestehende Gebäude. Es gibt jedoch auch Überlegungen, ein eigenes Gebäude für die Gravitationswellenforscher zu errichten.

Wesentlich konkreter sind Pläne für die Leibniz School of Education in der Straße Im Moore. Die Bauarbeiten für das Haus, in dem die Uni ihre Lehrerausbildung konzentriert, sollen 2019 starten. Auch dort sorgen sich Anwohner, weil einige Uni-Parkplätze wegfallen, und befürchten eine starke Belastung durch den Baustellenverkehr. Auf einem Hinterliegergrundstück in der Wilhelm-Busch-Straße baut die Uni außerdem ein Bürogebäude für ihre Bauverwaltung mit 21 Parkplätzen. „Sie sind tags für die Mitarbeiter gedacht. Nach bisherigem Stand wollen wir sie nachts nicht absperren, so dass sie für Anwohner verfügbar sind“, sagt Bauer.

Aktuell zählt die Leibniz-Uni rund 29.000 Studenten und fast 5000 Mitarbeiter. Wenn die Fakultät für Maschinenbau voraussichtlich im Herbst 2019 nach Garbsen zieht, verlassen 4500 bis 5000 Studenten sowie 1500 Mitarbeiter die Nordstadt. Die freiwerdenden Gebäude sind bereits begehrt. Manche werden sofort von anderen Fakultäten bezogen, andere saniert die Uni zuvor.

Von Bärbel Hilbig

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