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Aus der Stadt Stadt lässt Problemhaus am Schwarzen Bären sanieren
Hannover Aus der Stadt Stadt lässt Problemhaus am Schwarzen Bären sanieren
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18:23 26.02.2019
Am Dienstag wurde das Gerüst in Teilen ausgetauscht. Quelle: Irving Villegas
Hannover

Seit mittlerweile sechs Jahren ist es ein Ärgernis mitten in Linden. Das Wohnhaus am Schwarzen Bären 7 ist eingerüstet, weil der Eigentümer die Sanierung des denkmalgeschütztes Gebäudes verschleppt. Die Mieter müssen seitdem hinter Planen und Fangnetzen leben. Doch nun gibt es für sie einen Lichtblick: Die Stadtverwaltung hat angekündigt, die notwendigen Arbeiten für eine abschließende Sanierung des Daches selbst in Auftrag zu geben – die Kosten dafür kann sie dem Eigentümer in Rechnung stellen. Nach einem Urteil des hannoverschen Verwaltungsgerichts ist die Baubehörde zu diesem Schritt befugt.

„Das ist endlich mal eine gute Nachricht für uns“, sagt Klaus Fricke, der in dem Haus ein Fotostudio betreibt und wie alle anderen Mieter dringend auf eine Sanierung wartet. Er konnte am Dienstag beobachten, wie Arbeiter der zuständigen Firma Bretter des Gerüsts entfernten. Auch vielen Passanten fiel das auf – sie mutmaßten, das Gestänge werde nun endlich abgebaut. Fotograf Fricke wiederum hatte herausgefunden, dass die Berufsgenossenschaft die Sicherheit des vorhandenen Gerüstes moniert und auf einen Austausch der Bretter gedrungen hatte.

Dach des Hauses am Schwarzen Bären wird saniert

Stadtsprecherin Michaela Steigerwald bestätigt auf Anfrage, dass das Gerüst derzeit nicht abgebaut, sondern „ertüchtigt und wieder auf die alte erforderliche Arbeitshöhe gebracht“ werde. Das sei die Voraussetzung, damit die Stadt mit der Dachsanierung im Rahmen der sogenannten Ersatzvornahme beginnen könne. Im Zuge eines solchen Verfahrens können Vertreter von Behörden tätig werden, wenn Privatpersonen ihre Immobilie verfallen lassen und so letztlich eine Gefahr für die Öffentlichkeit entsteht. Aus genau diesem Grund hatte die Stadt 2013 dafür gesorgt, dass das Gerüst an dem Haus überhaupt erst hochgezogen wurde. Denn seinerzeit waren Putzteile von Dach und Fassade abgebröckelt und auf den Gehweg gefallen.

Die hannoverschen Richter hatten im Oktober vergangenen Jahres entschieden, dass die Stadt angesichts des aktuellen Zustand des Hauses erneut aktiv werden kann – um nun die Sanierung in Auftrag zu geben. Der Hausbesitzer selbst hatte Anfang 2018 zwar die Dachfläche mit neuen Ziegeln eindecken lassen. Allerdings waren die Anschlüsse von Gauben und Erkern offenkundig nicht saniert worden, sodass es trotzdem einregnete.

Weitere Sanierungsschritte sind noch offen

Wann die Dacharbeiten starten sollen, lässt Stadtsprecherin Steigerwald noch offen. Auch ob die Verwaltung weitere Arbeiten – etwa an der Fassade – in Auftrag geben wird, sagt sie nicht. Der Anwalt des Hausbesitzers wollte die neue Sachlage am Dienstag nicht kommentieren. Er habe mit seinem Mandanten noch nicht darüber sprechen können, erklärte Jurist Stefan Schröpfer.

Von Juliane Kaune

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