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Aus der Stadt Wirtschaftsforum tagt zum 50. Mal
Hannover Aus der Stadt Wirtschaftsforum tagt zum 50. Mal
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12:13 06.12.2018
Engagement als Erfolgskonzept: Forums-Leiter Peter Hoffmann-Schoenborng (von links), OB Stefan Schostok, Edelgard Bulmahn, Vorsitzende des Vereins Lebendiges Linden, und Forums-Mitgründer Gisbert Fuchs. Quelle: Irving Villegas
Linden

Eigentlich ist erst das Teenager-Alter erreicht: Seit 14 Jahren gibt es das Wirtschaftsforum im Verein Lebendiges Linden. Doch weil das Stadtteilnetzwerk alljährlich zwischen drei und vier Veranstaltungen anbietet, ist eine stattliche runde Zahl zustande gekommen, die durchaus eine Feierstunde rechtfertigt: Zum 50. Wirtschaftsforum hatte der amtierende Leiter Peter Hoffmann-Schoenborn eingeladen – und sogar Oberbürgermeister Stefan Schostok gratulierte persönlich.

Rund 80 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und anderen Bereichen waren in die Gaststätte Rackebrandt gekommen. Allein damit zeigte sich, dass das Forum weit mehr Adressaten hat als die lokale Geschäftswelt. Die Gründungsidee sei gewesen, die Standortgemeinschaften LindenGut, Aktion Limmerstraße und Deisterkiez (die damals noch nicht so hieß) besser zu vernetzen, erklärte der frühere Volksbank-Vorstand Gisbert Fuchs, der das Forum zehn Jahre geleitet hatte. 2004 wurde dieses als neues Standbein in den Verein Lebendiges Linden integriert. Mit Erfolg: Die Zahl der bis dato 45 Vereinsmitglieder verdoppelte sich umgehend – schnell wurde das Netzwerk zu einer Drehscheibe für Aktionen im Stadtteil.

Das Forum brachte einen Shoppingführer heraus, organisierte Entdeckertouren und kulinarische Rundgänge, rief das Präventionsprojekt Lindenpol ins Leben, führte 2009 eine einheitliche Weihnachtsbeleuchtung für alle Standortgemeinschaften ein und gab ein Jahr später den Impuls für gemeinsame verkaufsoffene Sonntage in den drei Teilen Lindens. Auch bei aktuellen Themen mischt sich das Forum immer wieder ein – sei es die Parksituation in der Falkenstraße, die Aufwertung der Deisterstraße, die Debatte um Gentrifizierung, die Integration von Flüchtlingen oder die Diskussion um die Hochbahnsteige in der Limmerstraße.

„Die Themen werden auch künftig nicht ausgehen“, merkte Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube mit Blick auf die Wasserstadt und das Ihme-Zentrum an. „Das Engagement der Forums-Mitglieder ist ihr Erfolgskonzept“, sagte Edelgard Bulmahn, Vorsitzende des Vereins Lebendiges Linden. OB Schostok meinte, das Forum sei „aus Linden nicht mehr wegzudenken“ – auch weil es Teilhabe auf allen Ebenen ermögliche.

Auch die 50. Veranstaltung stand unter diesem Motto. Die Bandbreite derer, die ihre Sicht auf Möglichkeiten von Teilhabe schilderten, reichte von der Arbeitsgemeinschaft Lindener Vereine über den Migrantenverein Kargah und das Freizeitheim Linden bis zur jüngst gegründeten Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit, die Akteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen neu vernetzen will. Der Anfang wurde beim Wirtschaftsforum gemacht.

Von Juliane Kaune

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