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Aus der Stadt Clichy und Casa sind wieder vereint
Hannover Aus der Stadt Clichy und Casa sind wieder vereint
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00:21 30.07.2018
Sie feiern am See: Ekkehard Reimann (von links), Björn Hensoldt und Bodo Linnemann. Quelle: Wilde
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Hannover

Jahrzehnte waren sie Nachbarn am Weißekreuzplatz. Gute Freunde sind Bodo Linnemann, 77 Jahre alt, und Ekkehard Reimann, 76 Jahre alt, geblieben. Dass Linnemann seine Kultkneipe Casa Blanca, direkt neben Reimanns Edelrestaraunt Clichy gelegen, Ende 2015 aufgegeben hatte, schadete der Freundschaft in keiner Weise. Doch nun sind die Altvorderen der hannoverschen Gastro-Szene auch wieder gastronomische Nachbarn. Zumindest für 19 Tage: Beim Maschseefest werden sie am Geibeltreff Seite an Seite ihrer jeweiligen Profession nachgehen.

Linnemann gibt den Ton an: „Ich lege wieder auf“, kündigt er an – zu hören ist die aus seinem einstigen Miniclub bewährte Musikmischung aus den Siebziger- und Achtzigerjahren, mit viel Rock und Soul. Nun hat er viel mehr Platz als im Casa: Der neue, in Blau-Weiß gehaltene überdachte Disco-Bereich in Höhe der Geibelstraße umfasst rund 350 Quadratmeter, zusammen mit einem nicht überdachten Bereich sind rund 400 Sitzplätze verfügbar. Premiere für das Linnemann-Revival ist am Donnerstag, 2. August, ab 18 Uhr – einen Tag nach der Festeröffnung. Am Sonnabend, 4. August, feiert der 77-Jährige ab 19 Uhr seinen Geburtstag nach. Wie oft er am Maschsee wieder zum DJ wird, lässt er offen. Sicher ist: Mittwochs bis sonntags sind dort ab 18 Uhr immer Michael Gürth und andere hannoversche DJs im Einsatz.

Für Reimann, seit den Anfängen beim Maschseefest dabei, ist es dennoch ein ganz besonderer Auftritt: Zum ersten Mal serviert er dort Spezialitäten aus seiner Clichy-Küche, obwohl er das Restaurant im April aufgegeben hat. „Hier geht es in bewährter Qualität weiter – und wir wollen noch besser werden“, sagt er. 500 Sitzplätze, gut zwei Drittel davon überdacht, bietet er mit seinen jungen Geschäftspartnern von der Firma Gastrotrends an. Neu auf der Karte ist ein rund ein Kilogramm schweres Tomahawk-Steak für zwei Personen (72 Euro), das sous-vide gegart wird. Aber auch bewährte Gerichte wie Lachstartar (17 Euro) oder die aus dem Restaurant Reimanns Eck bekannte Rinderroulade (19,50 Euro) sind wieder zu haben.

Weitere Innovation: Jeden Abend ab 21 Uhr wird ein Teil des Restaurantbereichs zum Mama-Thresl-Areal, benannt nach einem Hotel im Salzburger Land, dessen Musikonzept die DJs Svenny und Alekseys an den Maschsee importieren. Zu hören ist Deep Vocal House Music. „Damit wollen wir an diesem Standort erstmals auch ein jüngeres Publikum ansprechen“, sagt Björn Hensoldt von Gastrotrends. Mit Rücksicht auf die Anwohner versichert er: „Es wird keine Konkurrenz zum Nordufer, Ballermann-Atmosphäre und Dauerbeschallung sind tabu.“

Was gibt es sonst noch auf dem Maschseefest? Die diesjährigen Highlights haben wir hier zusammengefasst. Eine Übersichtskarte zeigt interaktiv, wo welche Stände und Bühnen am See stehen.

Von Juliane Kaune

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