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Aus der Stadt Posaunenchor St. Johannis sucht Nachwuchs
Hannover Aus der Stadt Posaunenchor St. Johannis sucht Nachwuchs
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22:01 18.10.2018
Kostprobe: Henning Herzog (links), Christiane Mohnmann und Karsten Kellerstrass stellen den Schülern ihre Instrumente vor. Quelle: Patrick Stein
Misburg

Eine ganz besondere Unterrichtsstunde hatten hetzt zwei Klassen der Pestalozzi-Grundschule in Misburg: Um die Jungen und Mädchen für das Musikmachen zu begeistern stattete der Posaunenchor St. Johannis zwei vierten Klassen eine Besuch ab: Je eine Stunde lang gaben die Mitglieder Kasten Kellerstrass und Christiane Mohnmann Kostproben ihres Repertoires. Die Kinder lernten etwas über den Aufbau von Trompeten und Posaunen und durften auch selbst versuchen, den Instrumenten Töne zu entlocken. „Das ist gar nicht so einfach, wie es aussieht“, sagte der neunjährige Paul.

„Wir pflegen eine Tradition, die seit über 90 Jahren besteht“, sagt Posaunenchor-Mitglied Kellerstrass, „ und wir sorgen dafür, dass diese Tradition weitergeführt wird.“ Der 75-Jährige kümmert sich um die Nachwuchsförderung des Ensembles, das 1927 gegründet wurde. Aktuell besteht die Gruppe aus 23 Instrumentalisten an Trompete, Posaune und Horn. Auch einige Jugendliche, Konfirmanden und Studenten sind unter den Aktiven.

„Die Jugendlichen und Studenten haben irgendwann kaum noch Zeit und kommen aber oftmals wieder, wenn sie im Beruf stehen“, erklärte Mohnmann. Um neuen Nachwuchs zu finden ist sie mit Kellerstrass in die Pestalozzi-Grundschule gekommen – begleitet von Landesposaunenwart Henning Herzog. „Wir müssen die Kinder ansprechen und sie für unsere Musik begeistern“, betont Kellerstrass.

Die Schüler sind mit Spaß bei der Sache und fragen nach der Musik, die man im Chor spielt. „Wir spielen natürlich nicht nur klassische, oder volkstümliche Stücke“, entgegnet Mohnmann. „In den vergangenen Jahren haben wir auch viele Stücke aus der Popmusik ins Repertoire aufgenommen.“

An einem Schnuppertag am Sonnabend konnten die Kinder dann mit ihren Eltern im Gemeindesaal der Gemeinde St. Johannis noch intensiver mit den Musikern in Kontakt treten und weitere Informationen zum Musizieren bekommen. Interessierte konnten neben Trompeten und Posaunen auch Hörner ausprobieren und sich für den Unterricht anmelden, der nach den Herbstferien beginnt.

Unterricht nach den Ferien

Die Kosten tragen zu einem Drittel der Posaunenchor, zu einem Drittel die Gemeinde und zu einem Drittel die Eltern. Deren Anteil beträgt 25 Euro monatlich. Ein Student der Musikhochschule wird einmal wöchentlich mit den Kindern in Kleingruppen üben und die Instrumente stellt der Posauenchor.

„Bislang haben wir viel positive Resonanz vonseiten der Kinder und der Eltern wahrgenommen“, sagte Kellerstrass. „Wir sind über jeden froh der den Weg zu uns findet. Egal ob jung oder alt, bei uns ist jeder herzlich willkommen.“

Von Patrick Stein

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