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Aus der Stadt 276 Feuerwehrleute aus der Stadt und Umland helfen in Meppen
Hannover Aus der Stadt 276 Feuerwehrleute aus der Stadt und Umland helfen in Meppen
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00:20 26.09.2018
Helfer aus der Region sind am Freitag und am Sonntag ins Emsland ausgerückt. Quelle: dpa
Hannover

Die Bundeswehr ist bei der Bekämpfung des verheerenden Moorbrandes auf einem Übungsgelände bei Meppen weiterhin auch auf die Unterstützung aus der Region angewiesen. Am Sonnabend bekamen die Helfer der Berufsfeuerwehr Hannover die Anfrage, ob sie ihren Einsatz im Emsland um eine Woche verlängern können. „Wir haben selbstverständlich zugesagt“, sagt Feuerwehrsprecher Martin Trang. Die Berufsfeuerwehr stellt ein Hochleistungs-Fördersystem für Wasser zur Verfügung. Sechs Einsatzkräfte sind derzeit in Meppen vor Ort.

Großbrand auf einem Gelände der Bundeswehr in Meppen. Die Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Doch die Löscharbeiten sind äußerst schwierig.

Am Wochenende bekamen die Kollegen aus Hannover Unterstützung von Feuerwehrleuten aus der Region. Die sogenannte Bereitschaft 1 und die Bereitschaft 3 der Regionsfeuerwehren rückten am Freitag und am Sonntag ins Emsland aus – insgesamt mit 270 Helfern aus Pattensen, Springe, Hemmingen, Laatzen, Wunstorf, Neustadt und Garbsen und je 26 Fahrzeugen. Die Bereitschaft 3 löste am Sonntag die Bereitschaft 1 ab, die am Sonntagabend wieder zu Hause eintraf.

„Wir schaffen Wasser aus nahe gelegenen Flüssen und Seen auf das Übungsgelände der Bundeswehr und helfen vor Ort auch beim Löschen“, sagt Eric Pahlke, der Koordinator der Region für diese Einsatz der HAZ. Zunächst hatten die Helfer aus der Region ohne Wärmebildkameras versucht, den Moorbrand zu bekämpfen. „Wir haben schnell festgestellt, dass das nicht sinnvoll ist, weil man bei einem solchen Feuer keine Flammen sieht“, sagt Pahlke. Übernachtet haben die Regions-Einsatzkräfte in einer mit Feldbetten ausgestatteten Turnhalle in Meppen. Bislang ist geplant, dass die Einsatzkräfte der Bereitschaft 3 der Region bis Dienstag vor Ort bleiben werden. „Was dann passiert, ist noch offen. Bislang liegen keine weiteren Anforderungen an die Feuerwehren der Region vor“, sagt Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing.

Das Technische Hilfswerk (THW) Hannover-Langenhagen ist derzeit noch mit acht Helfern der sogenannten Fachgruppe Beleuchtung im Emsland im Einsatz. „Die Kollegen leuchten nachts die Wasserentnahmestellen beziehungsweise die Einsatzstellen auf dem Übungsgelände der Bundeswehr aus“, sagt THW-Sprecher Pierre Graser. Zudem sind noch fünf Helfer vor Ort, die sich um die Verpfelgung der Einsatzkräfte kümmern. „Das wird aber nicht mehr lange notwendig sein, weil diese Aufgabe inzwischen die Bundeswehr übernommen hat“, sagt Graser. Übernachtet haben die Helfer des THW in Zelten, die auf dem Fußballplatz in der Ortschaft Klein Stavern aufgebaut worden waren. Zu Spitzenzeiten sind in den vergangenen 14 Tagen 20 Einsatzkräfte des THW im Emsland gewesen. „Wir versuchen, nach vier bis fünf Tagen die Helfer abzulösen“, sagt Graser. Denn die jeweiligen Arbeitgeber müssen wegen des Moorbrandes auf ihre Mitarbeiter verzichten. „Einem kleinen Handwerksbetrieb ist es nicht zuzumuten, wenn der Geselle lange ausfällt, deswegen achten wir sehr darauf“, sagt Graser.

Von Tobias Morchner

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