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Aus der Stadt Nach Zoll-Razzia: Hermes-Pakete kommen später
Hannover Aus der Stadt Nach Zoll-Razzia: Hermes-Pakete kommen später
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00:22 31.08.2018
Polizei und Zoll durchsuchten vergangene Woche einen Zustelldienst in Langenhagen. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Nach der Zoll-Razzia bei einem Subunternehmer des Paketdienstleisters Hermes am vergangenen Mittwoch in Langenhagen-Schulenburg kommen in Hannover vereinzelte Zustellungen verspätet zu den Kunden. Das sagte am Dienstag ein Pressesprecher des Unternehmens. „Es gibt keinen massiven Paketstau. Aber in Teilen von Hannover kann es momentan zu Verzögerungen von zwei bis drei Tagen kommen.“

Dem Subunternehmer wird die illegale Beschäftigung osteuropäischer Kurierfahrer sowie Unterschlagung von Sozialversicherungsbeiträgen vorgeworfen. Zollbeamte überprüften mehr als 60 Fahrer. Von den Männern aus Litauen, Weißrussland, Rumänien, Bulgarien und der Ukraine waren nur 14 ordnungsgemäß angemeldet. Bei 16 Litauern besteht der Verdacht der Scheinselbstständigkeit. Zwei Weißrussen und 31 Ukrainer hielten sich illegal in Deutschland auf. Die Ermittlungen laufen.

Kurierfahrer fehlen

Viele der Männer fallen nun als Kurierfahrer aus. Hermes hat daher nach Angaben von Unternehmenssprecher Ingo Bertram 30 Springerkräfte aus anderen Teilen Niedersachsens abgezogen. Sie haben Touren der osteuropäischen Fahrer übernommen. Einen Teil der Lieferungen führt zudem weiterhin der unter Verdacht der Schwarzarbeit stehende Subunternehmer aus. In der kommenden Woche, so Bertram, soll die Zustellung wieder in geordneten Bahnen laufen.

Ausgelöst hatten die Ermittlungen einige der Fahrer. Sie hatten sich bei der Polizei über ihre Arbeitsbedingungen beschwert. Der Zoll hat daraufhin zum Teil schwere Verstöße gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen festgestellt. Zum Teil haben die Fahrer bis zu elfeinhalb Stunden am Tag gearbeitet.

Täglich mehrere Tausend Sendungen

Nach Angaben des Hermes-Sprechers hat der Subunternehmer täglich mehrere Tausend Sendungen in der Region Hannover zugestellt. Sollten sich die Vorwürfe des Zolls gegen den Subunternehmer bewahrheiten, werde Hermes Konsequenzen ziehen. „Wir werden dem Partner im Zweifel kündigen, weil das einfach nicht angehen kann.“

Von Karl Doeleke

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