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Aus der Stadt Hindenburgschleuse: Suche nach Ertrunkenem abgebrochen
Hannover Aus der Stadt Hindenburgschleuse: Suche nach Ertrunkenem abgebrochen
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07:34 26.07.2018
Feuerwehr und DLRG haben am Mittwoch in Hannover mehrere Stunden nach einem 21-Jährigen gesucht. Der Mann ging plötzlich im Wasser an der Hindenburgschleuse unter. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Feuerwehr und DLRG haben am Mittwoch im Mittellandkanal an der Hindenburgschleuse nach einem 21-Jährigen gesucht. Passanten wählten kurz nach 17 Uhr den Polizeinotruf, nach Angaben von Feuerwehrsprecher Clemens Hoppe war der Vermisste nach einem Sprung ins Wasser „nicht wieder aufgetaucht“. Der 21-Jährige war mit zwei Freunden baden, alle drei haben offenbar einen Migrationshintergrund. Nach drei Stunden stellten die Retter die Suche ergebnislos ein. Es ist bereits der vierte Wasserrettungseinsatz binnen neun Tagen in Hannover und Langenhagen.

Feuerwehr und DLRG haben am Mittwoch in Hannover mehrere Stunden nach einem 21-Jährigen gesucht. Der Mann ging plötzlich im Wasser an der Hindenburgschleuse unter.

Das Pärchen hatte gesehen, wie der 21-Jährige von der Kaimauer aus in den Mittellandkanal sprang und aus bislang ungeklärten Gründen unterging. Zuvor hatte der junge Mann noch mit seinem 31-jährigen Bekannten im Wasser gebadet, während der Dritte am Ufer saß. „Der 31-Jährige tauchte auch noch hinterher, konnte den Verunglückten aber nicht finden“, sagt Hoppe. Da aufgrund der weiten Anfahrt wertvolle Minuten vergingen, den 21-Jährigen noch lebend retten zu können, seien die Erfolgsaussichten gleich zu Beginn der Suchaktion schlecht gewesen. Die ersten Retter trafen nach etwa einer Viertelstunde ein.

Suche mit Sonargerät

Der Unfall ereignete sich zwischen Schleuse und Brücke der Gollstraße. Als der 21-Jährige nach der ersten Suche nicht gefunden werden konnte, setzten Feuerwehr und DLRG ein Sonargerät ein. Sie untersuchten von einem Boot aus den Grund des Mittellandkanals, ein Taucher kontrollierte anschließend vier Verdachtspunkte. „Sie haben sich aber alle nicht bestätigt“, sagt Hoppe. Als letzte Maßnahme wurde im trüben Wasser eine sogenannte Fächersuche mit mehreren Tauchern durchgeführt. „Auch das hat leider kein Ergebnis gebracht“, so Hoppe. Gegen 20 Uhr brachen die Retter den Einsatz schließlich ab.

Die Feuerwehr hatte den beiden Begleitern des 21-Jährigen unterdessen psychische Betreuung angeboten, doch die zwei lehnten laut Hoppe ab. „Sie waren völlig fertig und haben den Einsatz vom Ufer aus beobachtet“, sagt er. Die Kriminalpolizei traf während der Suchaktion am Kanal ein und hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein schlechter Scherz wird ausgeschlossen, nach HAZ-Informationen wurden unter anderem persönliche Gegenstände des Vermissten am Ufer gefunden. Zahlreiche Gaffer verfolgten die mehrstündige Suchaktion von der Brücke aus und machten Handyfotos sowie Videos.

Alle Opfer haben Migrationshintergrund

Es ist bereits der vierte Badeunfall seit vergangener Woche in Hannover und Langenhagen, bei denen die Opfer einen Migrationshintergrund haben. Am Dienstagabend retteten Badegäste einen 22-jährigen Schwarzafrikaner an der Limmer Schleuse. Der Nichtschwimmer konnte zwar wiederbelebt werden und war ansprechbar, verstarb aber später im Krankenhaus. Nur wenige Stunden zuvor geriet am Silbersee ein 15-jähriger Junge unter Wasser, der ebenfalls reanimiert werden konnte. Laut Polizei ist sein Gesundheitszustand weiter kritisch. An der selben Stelle verunglückte vergangene Woche Dienstag ein Siebenjähriger, der Junge kam im kritischen Zustand in die MHH.

Von Peer Hellerling

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