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Aus der Stadt Stadt steckt 5,6 Millionen Euro in die Grundschule Stammestraße
Hannover Aus der Stadt Stadt steckt 5,6 Millionen Euro in die Grundschule Stammestraße
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00:16 10.09.2018
Endlich: Die Grundschule Stammestraße feiert den neuen Anbau nach zehnjähriger Baustellenphase. Quelle: Foto: Katrin Kutter
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Ricklingen

Die Grundschule Stammestraße hat ihren neuen Erweiterungsbau in Betrieb genommen, hier sind Ganztagsbereich mit Mensa, Freizeitbereich, Computerraum und Bücherei, aber auch vier weitere Klassenräume untergebracht. Insgesamt hat die Stadt in den Neubau und die Sanierung des Altbaus aus dem 19. Jahrhundert rund 5,6 Millionen Euro investiert. Damit dürfte die Ricklinger Schule Hannovers teuerste Grundschule sein.

Eine Dekade mussten Lehrer, Kinder und Eltern auf die Fertigstellung warten. Die Sanierung war bereits 2008 beschlossen worden, als man in dem denkmalgeschützten Gebäude Hausschwamm entdeckt hatte. Zehn Jahre lang war die Schule quasi eine Baustelle. Kinder mussten zwischenzeitlich in Containern unterrichtet werden, ein Jahr lang stand keine Sporthalle zur Verfügung.

Der Anbau der Grundschule Stammestraße wird eröffnet.

Zehn Jahre lang Bauarbeiten

Kein Wunder, dass Schulleiter Helmut Meffert bei der Eröffnungsfeier denn auch von einem „sehr schönen Tag“ spricht und damit nicht nur das sonnige Wetter meint. „Jetzt haben wir ein modernes, zeitgemäßes Gebäude.“ Der Neubau kommt aber eigentlich ein Jahr zu spät, denn bereits seit 2017 ist die Schule teilgebundene Ganztagsschule für die Jahrgänge drei und vier – mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht am Dienstag und am Donnerstag. Darüber hinaus gibt es ein offenes Ganztagsangebot, das vom Stephansstift ausgerichtet wird. Die Mensa hat Platz für mehr als 100 Kinder, das Essen liefert der Caterer „Vom Feinsten“.

Stadt entschuldigt sich

Zehn Jahre Umbau sind zu lang, findet Stefan Rauhaus von der Stadt und räumt Verzögerungen ein. Auch Bezirksbürgermeister Andreas Markurth (SPD) kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Zur Schule gehört ein gewisser Raum, auch wenn es hier etwas gedauert hat.“ Auch bei den Eltern wiegt die Freude über den Neubau größer als die Frustration des Wartens. Bettina Küke ist nach eigenem Bekunden „total begeistert“. Mutter Sabine Riggert lobt nicht nur den baulichen Standard, sondern auch das Klima der Schule: Die Elternarbeit der Lehrer sei vorbildlich. Überhaupt fällt auf, wie viele Familien zur Eröffnungsfeier gekommen sind, obwohl sie gar keine Kinder mehr im Grundschulalter haben, einfach aus alter Verbundenheit. Auch zahlreiche

Unternehmen aus dem Bezirk haben eine Spende beigesteuert.

16 Klassen – rund 320 Schüler – zählt die Grundschule Stammestraße im laufenden Schuljahr. Um sinkende Anmeldezahlen muss sich Schulleiter Meffert also keine Sorgen machen, und erst mal auch nicht mehr um Bauarbeiten.

Von Saskia Döhner

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