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Aus der Stadt Streit um S-Bahn-Netz: Bahn verliert vor der Vergabekammer
Hannover Aus der Stadt Streit um S-Bahn-Netz: Bahn verliert vor der Vergabekammer
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00:17 11.08.2018
Die S-Bahn in der Region ist begehrt – bei Fahrgästen und bei Betreibern. Quelle: Stratenschulte, dpa
Hannover

Im Kampf um die S-Bahn in der Region Hannover ist die Deutsche Bahn vorerst erfolglos geblieben. Wie der Vorsitzende der für diesen Fall zuständigen Vergabekammer in Lüneburg, Michael Gaus, auf HAZ-Anfrage bestätigte, wurde der Nachprüfungsantrag der Bahn als unbegründet zurückgewiesen. Die Einwendungen der DB seien sehr sorgfältig geprüft worden, berichtete er. Ein Vergabeverstoß sei nicht festgestellt worden.

Die Bahn hat jetzt noch die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen das Oberlandesgericht in Lüneburg anzurufen. Ob das Unternehmen das auch macht, ist derzeit unklar. „Wir prüfen das“, sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis.

Nordwestbahn übernimmt ab 2021

Die Region Hannover hat die Vergabe des S-Bahn-Netzes ab 2021 für die Dauer von zehn Jahren neu ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt die Nordwestbahn (NWB) aus Osnabrück. Damit hat die Bahntocher DB Regio ihren größten Auftraggeber in Norddeutschland verloren.

In dem Verfahren war die NWB deutlich günstiger als die Konkurrenz. Das Unternehmen kündigte an, mit neuen Zügen und Begleitpersonal an den Start zu gehen.

Der Widerstand der Bahn kommt nicht überraschend. Bereits in Nürnberg war dieses Verhalten erfolgreich. Zunächst hatte DB Regio dort gegen einen englischen Bieter das S-Bahn-Netz verloren. Doch im Oktober 2016 stieg National Express aus. Die Bahn erhielt den Zuschlag.

Erstmals seit der Inbetriebnahme der S-Bahn zur Expo 2000 soll nun ein privater Betreiber den Nahverkehr auf den Gleisen übernehmen. Auf den sieben Linien sind jährlich mehr als 31 Millionen Fahrgäste unterwegs. Das Streckennetz hat 325 Kilometer. Zurzeit zahlt die Region etwa 38 Millionen Euro für die Dienstleistung der DB Regio. Ab Dezember 2012 bietet die NWB ihre Dienste für jährlich 42,5 Millionen Euro an.

Von Mathias Klein

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