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Aus der Stadt „Wir sind überzeugt von unserer Idee“
Hannover Aus der Stadt „Wir sind überzeugt von unserer Idee“
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20:42 27.07.2018
26.7.2018 , Kommunales Kino , FOTO : Florian Petrow : Quelle: Florian Petrow
Hannover

Das ebenso kulturelle wie politische SNNTG-Festival steigt an diesem Wochenende zum zweiten Mal auf dem Gelände des Straßenbahn-Museums in Sehnde-Wehmingen und ist restlos ausverkauft. Organisiert wird es von einem gut dreißigköpfigen Team, Durchschnittsalter Mitte 20. Eine von ihnen: Marie Mikuteit.

Warum ist das Festival so erfolgreich?

Wir sind überzeugt von unserer Idee. Und offensichtlich gibt es sehr viele Leute, die die Vorstellung teilen, dass man sich an einem Ort trifft, an dem man nicht an Arbeit denken muss und den Alltag hinter sich lassen kann, die Seele baumeln lässt und Spaß hat, Leute trifft, die man sonst nicht trifft, und in einer schönen Atmosphäre Musik und Kultur erleben kann. Zudem ist es sehr lokal, und wir haben mit den vielen Kollektiven eine große Mitmachkultur. Jeder kann etwas beitragen, als Einzelperson oder Kollektiv. Das macht uns aus.

Jetzt sind sie bei den Straßenbahnenthusiasten in Wehmingen gelandet. Wie sind Sie auf den Ort gekommen?

Glück und Zufall. Wir hatten einen anderen Ort, das hat aber nicht geklappt. Dann fanden wir im vergangenen Jahr diesen Verein. Der Vorstand hat uns viel Vertrauen entgegengebracht, man wollte uns jungen Leuten eine Chance geben. Die Zusammenarbeit hat allen Spaß gemacht, so dass wir es in diesem Jahr wiederholen.

Da treffen Generationen aufeinander.

Deshalb passt es so gut. Wir und der Verein, das sind ja irgendwie beides Subkulturen, die in ihrer eigenen kleinen Blase leben. Da entsteht viel Neues.

Was zum Beispiel?

Wir haben das Gelände in zwei Bereiche geteilt, zwischen denen man tatsächlich mit einer Straßenbahn hin- und hergefahren wird. Oder zum Beispiel „Livescore“, bei dem in einer der Hallen live Stummfilme vertont werden. Wir kooperieren mit den Hochschulen und außerdem mit dem Lumix-Festival und zeigen Fotoausstellungen. Es gibt Zirkusperformances, Initiativen wie Viva con Aqua oder amnesty international zeigen ihre Arbeit.

Ein Festival für eine bessere Welt?

Man soll sich freimachen von Stress und mal darüber nachdenken, wie es sein könnte und dass das gar nicht so schwer sein muss und Spaß machen kann, eine Gesellschaft zu verändern.

Machen die Besucher wirklich mal das Handy aus auf dem Festival?

Ja. Allein schon, weil es dort kaum Empfang gibt.

Von Uwe Janssen

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