Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Stadt Hannover schreibt Sanierung des Bauamts aus
Hannover Aus der Stadt Stadt Hannover schreibt Sanierung des Bauamts aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:21 10.07.2018
Das Bauamt neben dem Rathaus ist seit 2012 eingerüstet, weil die Fassade bröckelt. Quelle: (c) www.photos24.de
Anzeige
Hannover

Ausgerechnet Hannovers Bauamt gehört zu den schwersten Sanierungsfällen der Stadt. Nach jahrelangem Stillstand geht die Stadtverwaltung jetzt den ersten Schritt in Richtung Kompletterneuerung. Europaweit werde das 38-Millionen-Euro teure Vorhaben ausgeschrieben, teilt die Stadt auf Nachfrage der HAZ mit. Man suche ein Büro, das nicht nur die Sanierung des Bauamts plant, sondern auch Konzepte für die zwischenzeitliche Unterbringung der Bauamts-Mitarbeiter erstellt. Klar ist: Vor der rund dreijährigen Bauzeit müssen die 470 Stadtbeschäftigten ausziehen.

Seit 2012 ist das Bauamt neben dem Rathaus bereits eingerüstet, weil Fassadenteile herunterzufallen drohen. Inzwischen ranken sich Pflanzen um die Gestänge, die von Mitarbeitern des Grünflächenamts regelmäßig zurückgeschnitten werden müssen. 73.000 Euro Miete kostet das Gerüst im Jahr. Das Gebäude aus der Feder des Architekten Werner Dierschke steht unter Denkmalschutz. Folglich darf das Bauamt nicht abgerissen und neu errichtet werden, was deutlich günstiger wäre. Vielmehr muss das Gebäude komplett entkernt und nach dem Vorbild von 1955 wieder aufgebaut werden. Problem dabei ist, dass nach der Sanierung rund 800 Quadratmeter fehlen, um heutigen Raumstandards zu genügen. Ein Anbau dürfte aber aus Gründen des Denkmalschutzes nahezu unmöglich sein.

Zwischenlösung gesucht

Baubeginn ist für das erste Quartal 2021 vorgesehen, Ende 2023 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Die Frage ist, wo die 470 Bauamts-Mitarbeiter untergebracht werden sollen. Ursprünglich hatte Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne), zuständig für Gebäudesanierung, überlegt, zumindest einen Teil der Beschäftigten im ehemaligen Bürgeramt Mitte in der Leinstraße einzuquartieren. Tatsächlich stehen dort etliche Räume leer, weil das Bürgeramt zum Aegi gezogen ist. Doch dem Vernehmen nach war Baudezernent Uwe Bodemann nicht einverstanden. Die Suche nach einer Zwischenlösung für die Mitarbeiter geriet zu einem Streit zwischen den Dezernenten.

Jetzt soll es das Planungsbüro richten, nach dem die Stadt europaweit sucht. Möglich wäre, Mitarbeiter vorübergehend im neuen Verwaltungszentrum am Schützenplatz unterzubringen. Dort dürfte noch Platz sein, denn das Ordnungsamt Mitte wird aller Voraussicht nach nicht mehr zum Schützenplatz ziehen. Das Amt soll an seinem zentralen Standort am Aegi bleiben, so wünscht es sich nicht nur die Ratspolitik, sondern auch Ordnungsdezernent Axel von der Ohe (SPD).

Von Andreas Schinkel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der Rathausaffäre hat Oberbürgermeister Stefan Schostok kurz vor seinem Urlaub einen Rundbrief an die 11.500 Verwaltungsmitarbeiter verschickt. „Ich habe ein reines Gewissen“, sagt er.

12.07.2018

Es sieht dramatisch aus: In Hannovers Stadtteilen platzt die Rinde von Bäumen, die Gehwege und Straßen sind voller Pflanzenteile. Anwohner befürchten, dass die Bäume krank sein könnten.

10.07.2018

Träger von Kindergärten befürchten, dass sie nicht rechtzeitig Ersatz für die zum 1. August wegfallenden Elternbeiträge bekommen. Die CDU-Ratsfraktion verlangt von der Stadt Hilfe für die Kitas.

12.07.2018
Anzeige