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Aus der Stadt Podiumsdiskussion: Volksfeste in der Zukunft
Hannover Aus der Stadt Podiumsdiskussion: Volksfeste in der Zukunft
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00:20 06.07.2018
Von links: Vize-Präsident der Schausteller Thomas Meyer und Kevin Kratzsch Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

„Jammerer ändern nichts. Wer nur bewahrt, hat verloren“, sagt Klaus Michael Machens bei der Podiumsdiskussion auf dem Rundteil am Dienstagmittag. Bei sommerlicher Mittagshitze diskutiert der ehemalige Zoo-Direktor mit Marcus Christen, Veranstalter Canstatter Wasen, Thomas Meyer, Vize-Präsident des Deutschen Schaustellerverbandes, Tibo Zywietz, Organisator Cranger Kirmes in Herne und Ralf Sonnenberg, Eventmanager der Stadt Hannover, über die Zukunftsfähigkeit von traditionellen Volksfesten. Rund 100 Zuschauer sind zu der von Kevin Kratzsch organisierten und moderierten Podiumsdiskussion auf dem Rundteil des Festplatzes gekommen, um den Meinungen der Experten zu lauschen, darunter auch viele Schausteller.

Die Zukunft von Volksfesten in der Diskussion

Zentrale Fragestellung und Denkanstoß bildet die Frage: „Volksfeste – Tradition in Zukunft?“ Dazu haben die Teilnehmer auf dem Podium unterschiedliche Meinungen: „Ich glaube, eine Veranstaltung muss seine eigene Geschichte erzählen“, sagt Eventmanager der Stadt Hannover. Und Tibo Zywietz aus Herne sagt, eine Kirmes sein eine „rollende Kleinstadt“ und würde eine wichtige wirtschaftliche Rolle in jeder Region spielen, weswegen Volksfeste dieser Art auch in Zukunft aus der Kultur nicht wegzudenken seien.

Ballerkalle und Ballerina als Details des Schützenfest Hannover

Moderator Kevin Kratzsch will von den Teilnehmern wissen, wie man eine Veranstaltung wie den Rummel erneuern könne? „Es ist immer wieder wichtig, jeden Stein umzudrehen, auch wenn das viel Zeit und Atem bedeutet“, sagt Sonnenberg. Dabei würde die Stadt Hannover sehr Detail-verliebt vorgehen, so der Eventmanager. Als Beispiel führt er ausgefallene Veranstaltungen wie Bieryoga am Donnstag an oder die Maskottchenparade für Kinder am Mittwoch sowie aufwendig-gestaltete Maskottchen wie Ballerkalle und Ballerina. Zudem betont er die Rolle guter Fahrgeschäfte, für den Erfolg eines Volksfestes wie das Schützenfest. Und Marcus Christen von der Canstatter Wasen meint: „Man muss als Fest ein positives Image aufbauen.“ Kratzsch fragt provokant: „Taugt eine Achterbahn noch, um Besucher zu ziehen?“ Christensen meint: „Ja, die Schaustellerei ist wichtig, wir brauchen diese für die Zukunft, und ich freue mich über jedes Schaustellerkind, das den Betrieb der Eltern übernehmen will.“ Zustimmendes Klatschen von den anwesenden Schaustellern. Zum Hintergrund: Wie auch viele andere Wirtschaftsbereiche, haben Schausteller Probleme Nachwuchs zu finden und zu motivieren.

Von Marleen Gaida

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