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Aus der Stadt Lohnen sich die Fahrgeschäfte auf dem Schützenfest?
Hannover Aus der Stadt Lohnen sich die Fahrgeschäfte auf dem Schützenfest?
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00:18 05.07.2018
Heißt neu auch besser? Unser Volontär Mario Moers hat ausprobiert, welche neuen Fahrgeschäfte sich lohnen. Quelle: Samantha Franson
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Neu ist nicht immer besser. Das gilt in diesem Jahr auch für die Attraktionen auf dem Schützenfest. Unser Volontär Mario Moers hat ausprobiert, welche neuen Fahrgeschäfte sich lohnen. Nach einem Jahr Zwangspause aufgrund von Bauarbeiten am Festplatz ist die große Doppellooping-Achterbahn zurück.

Daemonium

Ein Brunnen aus dem Kunstblut sprudelt und eine Guillotine für das Grusel-Selfie. Die Betreiber der Geisterbahn Daemonium machen mit einer schaurig-klassischen Kulisse Lust auf eine Runde Kirmesgrusel. Leider ist bei dieser dreiminütigen Rundfahrt vor allem der Preis gruselig. Mit 5 Euro zählt das in Nienburg beheimatete Fahrgeschäft zu den Teuersten. Zu sehen gibt es kurios bis blutrünstig-brutal dekorierte Gummifiguren. Lediglich die beiden angestellten Erschrecker überzeugen, wenn sie denn im Einsatz sind.

Wer Pech hat, erwischt eine Fahrt in ihrer Arbeitspause und muss auf den Kettensägenschreck verzichten. Preis: 5 Euro (Familientag 4 Euro), Dauer: 3 Minuten Fazit: Überflüssig

Gerade so wild, dass einem nicht seekrank wird –die Black Pearl. Quelle: Samantha Franson

Black Pearl

Eine echte Perle unter den Neuheiten ist die Black Pearl, eine klassische Schiffschaukel für die ganze Familie. Im Format deutlich kleiner als üblich, schwingt die Pearl geradeso, dass jeder Spaß hat und niemand seekrank wird. „Am Nachmittag schwingen wir für Oma und Enkel ruhiger und am Abend etwas höher“, sagt Betreiber Manuel Heinerici. Für den perfekten Schwung zwischen Bauchkribbeln und Abheben sorgt der perfekte 55-Grad-Winkel. „Für alles darüber bräuchte man einen Schultergurt. Daran erkennt man die Familienfahrgeschäfte“, so Kapitän Heinrici. Preis: 3 Euro (Familientag 2 Euro), Dauer: 3,5 Minuten, Fazit: Piratenspass für die Familie

Das Viva Cuba ist neu, aber andere Lauffahrgeschäfte sind spannender. Quelle: Samantha Franson

Viva Cuba

Eine Revolution ist das neue Laufgeschäft Viva Cuba nicht gerade. Verglichen mit der Konkurrenz, ist das fünfstöckige Spielhaus im Havanna-Stil wenig aufregend. Wackelige Brücken, ein XXL-Hamsterrad und Säcke, die den Weg versperren. Rund 40 Hindernisse muss der Besucher überwinden bevor er die stumpfe Rutsche auf dem Oberdeck erreicht. Kindern mag das Spaß machen, Jugendliche eher langweilen. Obwohl vier Aufpasser für Sicherheit sorgen, war ausgerechnet das höhste Stockwerk bei unserem Test unbesetzt. Eltern sollten hier vorsichtig sein. Preis: 4 Euro (Familientag 3 Euro), Dauer: 3 bis 8 Minuten (nach belieben), Fazit: Freddies Company, das Action House, Aqua Velis oder der klassische Kristallpalast bieten gute Alternativen zu dieser mittelmäßigen Neuheit

Zwischen Euphorie und Übelkeit –Der Commander ist nichts für schwache Mägen. Quelle: Samantha Franson

Commander

Angeschnallt, jetzt wird es wild. Der Commander, eine „360 Grad“-Variante des Breakdancers, ist nichts für schwache Mägen. Bis zu fünf Überschläge in Folge sind keine Seltenheit in den rasant wirbelnden Gondeln. Bei unserem 36-jährigen Volontär stellten sich dabei nicht allein Schwindel und Übelkeit ein, auch die Arme und Hände zitterten wie kurz vor dem Schlaganfall. „Nur in den seltensten Fällen bricht einer direkt bei der Fahrt“, beruhigt der Ansager. Bei den Jugendlichen-Platzbesuchern ist der Commander ein Hit. Sie versammeln sich vor der großartig gemalten „Rocketman“-Comic-Kulisse wie einst am Autoscooter. Preis: 3,50 Euro (Familientag 2,50 Euro), Dauer: 3 bis 4 Minuten, Fazit: Echte Dröhnung für Drehkreisel-Fans

Back to the Vergangenheit? Der Simulator Back to the Future ist vor allem für Besucher, die noch keine Virtual-Reality-Erfahrung haben. Quelle: Samantha Franson

Back to the Future

Anders als der Titel verspricht, ist der Simulator Back to the Future ein Trip in die Kirmes-Vergangenheit. In Zeiten von Virtual-Reality-Brillen und 3D-Kino sind die zehn animierten Filme nicht mehr ganz so spannend, wie im Baujahr 1997. Für Kinder sind die virtuellen Achterbahnfahrten durch ein Kinderzimmer im Toy-Story-Stil, durch einen Vulkan oder über eine Carrera-Bahn dennoch amüsant. Und wackelnde Sitze gibt es schließlich bislang weder im Kino noch vor der Spielkonsole. Preis: 3 Euro (Familientag 2,50 Euro), Dauer: 4 Minuten, Fazit: Für Besucher ohne Virtual-Reality-Erfahrung

Infinity weiter defekt

Glück im Unglück haben die Betreiber des Infinity. Die Schaukel ist am Wochenende mit einem Motorschaden ausgefallen. Ein Ersatzteil konnte besorgt werden. „Man arbeitet bereits an der Reparatur, bis Mittwoch soll es wieder laufen“, sagt Platzorganisator Ralf Sonnenberg.

Familientag am Mittwoch

Zum Familientag am Mittwoch bieten die Fahrgeschäfte von 15 bis 18 Uhr rund 25 Prozent Rabatt. Kinder bis 15 Jahre können außerdem bei einer Schnitzeljagd Freifahrten gewinnen. Zusätzlich gibt es Kinderschminken, eine Maskottchenparade und das traditionelle Papagoyenschießen.

Von Mario Moers

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