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Aus der Stadt Lkw auf der Seite: Trümmer treffen Üstra-Stromleitung
Hannover Aus der Stadt Lkw auf der Seite: Trümmer treffen Üstra-Stromleitung
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20:34 30.07.2018
Bei einem schweren Unfall auf der A 2 ist ein Lkw auf die Seite gestürzt. Teile der Lärmschutzwand fielen auf die Oberleitung der Üstra. Quelle: Clemens Heidrich
Hannover

Auf der Autobahn 2 zwischen den Anschlussstellen Lahe und Bothfeld in Richtung Dortmund hat sich am Montag gegen 8.15 Uhr ein schwerer Unfall ereignet. Zwei Lastwagen waren daran beteiligt, einer von ihnen liegt auf der Seite. Laut Polizei wurden beide Fahrer verletzt, einer von ihnen schwer. Beim umgestürzten Laster musste die Feuerwehr die Frontscheibe einschlagen, um den 51-jährigen Mann befreien zu können. „Er wurde aber nicht eingeklemmt“, sagt Feuerwehrsprecher Hartmut Meyer. Die Fahrbahn ist zudem großflächig abgestreut worden, da Kraftstoff und Öl ausgelaufen waren.

Auf der Autobahn 2 zwischen Lahe und Bothfeld sind am Montagmorgen zwei Lkw zusammengestoßen, einer kippte daraufhin auf die Seite. Außerdem stürzten Teile der Lärmschutzwand auf die Oberleitung der Üstra-Linie 9 beim Fasanenkrug.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der 27-jährige Fahrer eines MAN-Sattelzugs aus dem Kreis Segeberg (Schleswig-Holstein) das Stauende übersehen und prallte ins Heck des Mercedes des 51-Jährigen. Der Remondis-Laster wurde dadurch zunächst gegen die Lärmschutzwand gedrückt, kam zurück auf die Fahrbahn und kippte dort um. Das MAN-Gespann wiederum rammte die Mittelleitplanke. Gefahrenstoffe traten aus dem Entsorgungs-Lastwagen nicht aus. „Der Remondis-Lkw hatte nur leere Mülltonnen geladen“, sagt Feuerwehrsprecher Meyer. Der schwerverletzte 51-Jährige und der 27-Jährige kamen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.

„Durch den Unfall wurden Teile der Lärmschutzwand herausgerissen“, sagt Meyer. Diese stürzten auf die unter der A-2-Brücke gelegene Burgwedeler Straße und beschädigten die Oberleitungen der Üstra in Höhe der Endhaltestelle Fasanenkrug. „Menschen wurden glücklicherweise nicht verletzt“, sagt Meyer. Der Linie 9 verkehrte daher bis etwa 11 Uhr nur zwischen Empelde und Noltemeyerbrücke, von dort wurde ein Schienenersatzverkehr zum Fasanenkrug eingerichtet worden. Ab dem späten Vormittag fuhren die Bahnen wieder.

Die Polizei registrierte an der Unfallstelle zudem einige Gaffer. „Die Beamten stellten in Richtung Berlin acht schaulustige Autofahrer mit Handy in der Hand fest“, sagt Behördensprecherin Martina Stern. Sie müssen demnächst mit Bußgeldbescheiden rechnen.

Aufgrund der Bergungsarbeiten war die A2 ab dem Kreuz Hannover-Buchholz in Richtung Dortmund stundenlang komplett gesperrt. Es bildete sich ein mehrere Kilometer langer Stau. Die Burgwedeler Straße und Prüßentrift wurde zeitweise stadteinwärts gesperrt, es kam rund um die Stadtbahnendhaltestelle Fasanenkrug zu massiven Verkehrsbehinderungen.

Von Peer Hellerling

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