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Aus der Stadt Vereine wollen mehr Schwimmzeiten – und kritisieren eigene Mitglieder
Hannover Aus der Stadt Vereine wollen mehr Schwimmzeiten – und kritisieren eigene Mitglieder
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00:18 14.03.2019
Das Stadionbad ist als Trainings- und Wettkampfstätte besonders beliebt bei Schwimmvereinen. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Die meisten Schwimmvereine sind unzufrieden mit den Trainingszeiten in Hannovers Bädern. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage der Stadtverwaltung, die am Montag im Sportausschuss vorgestellt wurde. „Das Ergebnis der Befragung macht deutlich, dass mehr Wasserflächen nachgefragt werden, als vorhanden sind“, heißt es im Bericht der Verwaltung. Der Ausfall des Misburger Hallenbads mache sich stark bemerkbar, dadurch fehle Wasserfläche. Das Bad musste vor drei Jahren wegen statischer Probleme schließen. Ein Neubau ist geplant, soll aber erst 2022 fertig gestellt sein.

Vereine wollen mehr Zeiten am Abend

Die Stadt hat ihren Fragebogen an 25 Schwimmvereine verschickt, nur 18 antworten. Elf Vereine erklären, dass sie mit den zur Verfügung stehenden Trainingszeiten nicht einverstanden sind, sieben Vereine haben nichts zu beanstanden. Mehrere Schwimmvereine wünschen sich mehr Wasserzeiten in den Abendstunden, einige bemängeln, dass es im Stadionbad montags und mittwochs keine Trainingszeiten gibt. Sechs Vereine sprechen sich für zusätzliche Trainingsmöglichkeiten in den Weihnachtsferien aus. Die Möglichkeiten, in den Abendstunden mehr Bahnen für Vereine zu reservieren, sind jedoch begrenzt. „Wir müssen abends auch genügend Platz für Badegäste haben“, sagt Fachbereichsleiterin Heike Rudolph.

Angemietete Bahnen werden nicht genutzt

Bemerkenswert ist, dass sich in der Umfrage Vereine über ihre eigenen Mitglieder beschweren. Drei Vereine beklagen, dass angemietete Bahnen nicht genutzt werden können, weil die Sportler nicht erscheinen. Zwei weitere Vereine appellieren an ihre Mitglieder, „dass die Wasserzeiten auch genutzt werden sollten und nicht nur stillschweigend bezahlt.“ Die Stadt prüft jetzt, wie viele Vereinsmitglieder die zur Verfügung gestellten Bahnen tatsächlich nutzen. „Womöglich haben Vereine Angst, ihre Trainingszeiten zu verlieren, wenn sie einmal auf die reservierten Bahnen verzichten“, mutmaßt Rudolph. Die CDU bittet um ein sensibles Vorgehen der Stadtverwaltung bei der Frage, ob gemietete Wasserflächen wirklich genutzt werden.

Zufrieden ist die große Mehrheit der befragten Vereine mit der Art und Weise, wie die Trainingszeiten vergeben werden. Eines der Kriterien ist die Zahl der Wettkampfsportler in einem Verein.

Von Andreas Schinkel

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