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Aus der Stadt So bunt war das Regionserntefest
Hannover Aus der Stadt So bunt war das Regionserntefest
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00:20 03.10.2018
Gastgeber des Regionserntefestes waren 2018 Doreen und Friedrich Baumgarte. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

 Manchmal verliert man über all den Klagen im Alltag den Blick für das Wesentliche. Volker Hahn, Präsident vom Landvolkverband hat darauf am Sonntag beim Regionserntefest hingewiesen. Bauern hat es hart getroffen in diesem Hitzesommer, die Erträge aus trockenen Böden fielen für etliche Landwirte nicht aus wie erhofft, beim Gottesdienst im Festzelt dankte man dennoch für die Ernte. „Wir müssen uns keine Sorgen machen, dass wir hungern oder dursten“, sagte Hahn, womit er nicht allein die Landwirte meinte, sondern die Bevölkerung in einem reichen Land.

Zum Fest auf den Hof von Familie Friedrich und Doreen Baumgarte in Vinnhorst wurden über den sonnigen Tag verteilt rund 2000 Besucher erwartet. Viele erlebten schon am Vormittag, wie die Landfrauen ihre gebundene Erntekrone an Petra Rudszuck (SPD) übergaben. Die stellvertretende Regionspräsidentin dankte mit Worten, die die Bedeutung der Landwirtschaft für die Region Hannover hervorhoben. „Sie leisten eine tolle Arbeit.“ Die Erntekrone soll nun im Regionhaus in der Hildesheimer Straße einen Platz finden.

Fragt man aber Landwirt Baumgarte, könnte die Verwaltung dort ihrerseits mehr leisten und seinem Betrieb entgegenkommen. Seine Familie würde gerne mehr Hühner halten, um die Direktvermarktung auszubauen. 500 Tiere sind es jetzt, Baumgarte möchte 1000 Hühner haben dürfen. „Das kriegen wir von der Region nicht genehmigt“, bedauert er. Sein Hof liegt im Landschaftsschutzgebiet, da seien Gebäude nicht erlaubt, auch nicht mobile Ställe, die Baumgarte bauen will. Der Streit läuft seit mehr als zwei Jahren, Rechtsanwälte werden beschäftigt, nun kommen beide Seiten offenbar wieder direkt miteinander ins Gespräch.

So bunt war das Regionserntefest

Geschichten, die am Rande zu hören waren, zwischen Ständen für Kuchen und Kaffee, Waffeln, Flohmarkt, ausgestopften Tieren von der Jägerschaft, Werkstätten und, mittendrin, das Rondell für Bier und so weiter. Für jeden zugänglich war auch das Kreisleistungspflügen. Rund 20 Treckerfahrer starteten auf einem angrenzenden Feld, um ihren Besten zu küren. Es ging um knapp zweistündige Feinarbeit mit dem Pflug auf einem zugeteilten Beet. Da brauchten Zuschauer am Rande indes gute Augen, um zu erkennen, ob etwa die vorgeschriebene Tiefe einer Furche exakt erreicht wurde von den Kandidaten oder nur annäherungsweise. Darüber sollte später eine Jury entscheiden.

Von Gunnar Menkens

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