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Aus der Stadt Hitzedefekt: Flughafen Hannover zieht erste Konsequenzen
Hannover Aus der Stadt Hitzedefekt: Flughafen Hannover zieht erste Konsequenzen
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00:17 28.07.2018
Durch Hitze stark beschädigte Start- und Landebahn. Quelle: dpa
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Hannover

Unmittelbar nach der Sperrung des Flughafens in der Nacht zu Dienstag wegen eines Hitzeschadens auf der Start und Landebahn hat der Airport erste Konsequenzen gezogen. „Die Flughafenfeuerwehr wässert die Nordbahn ab sofort in den heißen Stunden des Tages zwischen 12 und 17 Uhr“, sagte Flughafen-Chef Raoul Hille am Mittwoch. Auf diese Weise soll die Temperatur des Betons ein wenig herunter gekühlt werden, um einen weiteren Blow-Up und eine Sperrung zu vermeiden. „Wir entschuldigen uns bei allen, die zu spät in den Urlaub gestartet sind, das war war Mist“, sagte Hille.

Vor dem Hitzeschaden hatte der Airport bereits die Zahl der vorgeschriebenen Kontrollfahrten auf der Landebahn erhöht. „Der Schaden ist bei genau so einer Kontrollfahrt entdeckt worden“, sagt Hille. Der Blow-Up war an einer Seite der Start- und Landebahn aufgetreten. Dieser Teil der Bahn stammt noch aus dem Jahr 1965. Der mittlere Teil der heutigen Strecke war 1989 gebaut worden. Die Sperrung des gesamten Flughafens war deshalb erforderlich, weil derzeit die Südbahn, die aus dem Jahr 1952 stammt, wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Sie wird noch bis zum 21. September umfassend saniert. „Wir mussten diese Arbeiten in die Zeit zwischen Frühjahr und Herbst legen, damit wir ohne Frost arbeiten können“, sagt Hille.

Gegen 6.30 Uhr am Mittwochmorgen waren die Reparaturarbeiten auf der Nordbahn abgeschlossen, der Flugbetrieb konnte wieder aufgenommen werden. Allerdings dauerte es noch eine geraume Zeit, bis alle Verspätungen aus der Nacht abgearbeitet worden waren. Eine Gruppe hatte es besonders schwer getroffen. Sie konnten ihre Reise nach Antalya erst 30 Stunden nach dem eigentlichen Abflug fortsetzen, weil die Fluggesellschaft nicht eher eine Ersatzmaschine bereit stellen konnte.

Kritik am zu langsamen oder nicht ausreichenden Krisenmanagement des Flughafens, die von einigen Betroffenen in der Nacht geäußert worden war, wies Hille zurück. „Die Baufirma war 40 Minuten nach der Entdeckung des Schadens auf der Bahn vor Ort, um kurz vor 20 Uhr sind die ersten Feldbetten aufgebaut worden“, sagt der Flughafengeschäftsführer.

Schadensersatzansprüche unklar

Unklar ist nach Hilles Angaben die Frage, ob die Fluggesellschaften Schadensersatzansprüche an den Flughafen geltend machen können. „Das müssen Juristen und Versicherungen jetzt intensiv prüfen“, sagt der Flughafen-Chef. „Aber wir holen uns ja auch nicht die Kosten zurück, wenn eine Gesellschaft mal einen Flug streicht“, fügt Hille hinzu.

Von Tobias Morchner

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