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Aus der Stadt Hannover verpasst knapp den Sieg
Hannover Aus der Stadt Hannover verpasst knapp den Sieg
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00:20 29.06.2018
Lehramtsstudentin Sina Rilling (24) gibt beim Weitsprung alles. Quelle: Julia Polley
Hannover

Sina Rilling ist hochmotiviert und konzentriert. Die 24-Jährige möchte das Sportabzeichen in Silber erreichen. Dreimal nimmt sie Anlauf, um in die große Sandgrube auf dem Sport-Campus der Leibniz-Uni zu springen. Bei ihrem weitesten Sprung landet sie erst nach 3,95 Meter wieder. Damit fehlen ihr 5 Zentimeter zu Gold. „Silber ist auch gut“, sagt die Lehramtsstudentin zufrieden. Doch auch, wenn sie ihre persönlichen Ziele erreicht hat, startet sie zusammen mit Lars Keiser (21) in weiteren Disziplinen. „Wir nehmen alles mit, um möglichst viele Punkte zu sammeln“, sagt Rilling.

Denn am Dienstagnachmittag geht es auf dem Sportplatz am Moritzwinkel nicht nur um persönliche Bestleistungen, sondern auch um den Titel der sportlichsten Uni. Im Fernduell treten Studenten und Mitarbeiter der Leibniz-Uni bei der Sportabzeichen-Uni-Challenge gegen fünf Konkurrenten an. Bereits zum vierten Mal veranstalten der Deutsche Olympische Sportbund und die Krankenkasse BKK24 den parallel ausgetragenen Leichtathletik-Wettkampf. Zweimal lagen die Hannoveraner vorne, im letzten Jahr mussten sie sich knapp der TU Darmstadt geschlagen geben. „Der Ansporn diesmal wieder zu gewinnen ist groß“, sagt Uni-Präsident Volker Epping zur Begrüßung um 16 Uhr. Er selbst konnte in diesem Jahr aufgrund anderer Termine nicht dabei sein und Punkte sammeln. „Ich drücke die Daumen, dass wir am Ende – wenn auch nur mit einem Punkt – vorne stehen.“

Je mehr Teilnehmer, desto mehr Punkte

Vor Wettkampfbeginn bildet sich eine lange Schlange an der Startnummernausgabe. „In diesem Jahr hatten wir schon vorab 100 Anmeldungen. Das sind doppelt so viele als in den Jahren zuvor“, sagt Lea Behnsen, vom Zentrum für Hochschulsport. „Die Vorzeichen für den Titelgewinn stehen gut.“ Nach und nach trudeln weitere Teilnehmer ein. Um 17.30 Uhr haben sich allerdings erst 190 Sportler gemeldet –ungefähr das Vorjahresniveau. Es könnte für den Sieg schwierig werden. Denn je mehr Sportler mitmachen und je mehr Disziplinen sie absolvieren, desto mehr Punkte kommen zusammen. Nach einem guten Start liegt Hannover nach der Hälfte der Wettkampfzeit nur auf Rang 3 –hinter Berlin und Darmstadt. Aber es fehlen nur 50 Punkte, um sich den ersten Platz zurückzuerobern.

Dafür geben die Sportler alles. Während die einen bei dem 3000-Meter-Lauf mehrmals den Sportplatz umrunden und durchgeschwitzt im Ziel ankommen, versuchen die anderen beim Hochsprung oder Medizinball-Wurf alles aus sich rauszuholen. Weitere Wettkampfdisziplinen sind Weitsprung, Seilspringen, Sprintlauf sowie Schleuderball. Auch beim Kugelstoßen geht es um alles. Horst Bauer, Leiter des Baudezernats der Uni, wirft beim ersten Versuch direkt 7,57 Meter. „Gold“, sagt der 66-Jährige trocken. „Jetzt kann ich schon aufhören.“ Bauer hat bisher bei jeder Sportabzeichen-Uni-Challenge Punkte für die Uni gesammelt. „Klar bin ich dabei“, sagt er. Für ihn ist trotz des Erfolgs im Kugelstoßen noch nicht Schluss. Es geht darum weitere Punkte zu sammeln.

Am Ende hat es nicht geklappt. Die 230 Teilnehmer, die in Hannover an den Start gegangen waren, mussten sich erneut der TU Darmstadt geschlagen geben. Nächste Chance, die Konkurrenz zu schlagen, gibt es im nächsten Sommer.

Von jsp

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