Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Staatsanwaltschaft will zusätzliche Auflagen für Serienvergewaltiger
Hannover Aus der Stadt Staatsanwaltschaft will zusätzliche Auflagen für Serienvergewaltiger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:46 24.07.2018
Balkonmonster: der Vergewaltiger Hans-Joachim Backhaus wird nach der Urteilsverkündung im Landgericht Hannover von Vollzugsbeamten abgeführt. Quelle: Archiv
Hannover

Nach der Entlassung des verurteilten Serienvergewaltigers Hans-Joachim B. setzt sich die Staatsanwaltschaft Hannover für eine zusätzliche Bewährungsauflage für den heute 55-Jährigen ein. B., der in den nächsten fünf Jahren unter Führungsaufsicht steht, muss schon jetzt jeden Wechsel seines Wohnortes und Arbeitsplatzes melden. Die Staatsanwaltschaft Hannover möchte zudem, dass er sich auch jedes Mal bei seiner Führungsaufsicht melden muss, wenn er seinen derzeitigen Wohnort verlässt und hat offiziell Beschwerde beim Oberlandesgericht Braunschweig eingelegt.

Dort haben sich Richter bereits mit dem Fall befasst. „Wir haben ihn an das Landgericht Göttingen zurück verwiesen“, sagt Andrea Tietze, die Sprecherin des Oberlandesgericht. Die zuständige Kammer dort muss jetzt entscheiden, ob B. die zusätzliche Bewährungsauflage erhält oder nicht. „Die Unterlagen des Oberlandesgerichts sind hier eingetroffen, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, ist noch offen“, sagt Viktoria Paulin, die Sprecherin des Landgerichts Göttingen.

Hans-Joachim B. war im Jahr 2001 vom Landgericht Hannover zu einer Haftstrafe von 13 Jahren und Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik verurteilt worden.Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der ehemalige Kurierfahrer zwischen November 1999 und Oktober 2000 in Hamburg und Hannover insgesamt zehn Frauen vergewaltigt und zum Teil auch ausgeraubt hatte. Dabei ging er mit äußerster Brutalität vor. In sechs Fällen stieg er mit einer Sturmhaube maskiert über die Balkone in die Wohnungen seiner Opfer ein.

Inzwischen gehen Ärzte un Gutachter davon aus, dass von B. keine „erhebliche Gefahr“. Das Landgericht Göttingen hat auf dieser Grundlage entschieden, den heute 55-Jährigen aus der Psychiatrie zu entlassen und die verbleibende Freiheitsstrafe zur Bewährung auszusetzen. Die von einem Gericht angeordnete Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung wir auf die Haftstrafe angerechnet. Zudem stellte das Gericht B. unter Führungsaufsicht. Verstößt er während seiner Bewährungszeit gegen eine der Auflagen, muss er ins Gefängnis.

 

Von Tobias Morchner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Erst hat es kräftig gerumst, jetzt gab es die Aussprache: Fotograf Hassan Mahramzadeh will beim Kleinen Fest 2019 wieder fotografieren. Der Streit mit Festorganisator Harald Böhlmann sei ausgeräumt.

27.07.2018

Wegen umfangreicher Gleisbau- und Weichenbauarbeiten in Ricklingen und Wettbergen ist die Strecke mehrere Tage nicht passierbar. Die Üstra lässt als Ersatz Busse fahren. Die Linie 17 entfällt zwischen Donnerstag und Sonntag.

24.07.2018

Tauchgang bei den Eisbären für Maik Brand vom Team Technik. Doch was macht der 24-Jährige in dem Becken und wie sieht das aus? Ein Blick hinter die Kulissen im Zoo Hannover.

24.07.2018