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Aus der Stadt Hannover lässt elf Werbetafeln versetzen
Hannover Aus der Stadt Hannover lässt elf Werbetafeln versetzen
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06:00 27.02.2019
Die Werbetafel an der Blumenauer Straße muss versetzt werden. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Weil die Verkehrssicherheit beeinträchtigt wird, lässt die Stadt elf Werbetafeln an den Straßen versetzen. Das ist das Ergebnis einer Ortsbesichtigung, die Mitarbeiter des Fachbereichs Tiefbau gemeinsam mit der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde vorgenommen haben. Insgesamt sind 21 Standorte untersucht worden, von denen keiner aufgegeben werden muss. Den Grünen im Bezirksrat Mitte reicht dies nicht. „Wir haben eine eigene Liste mit 30 Stellen aufgestellt, die nach unserer Sicht problematisch sind. Davon sind nur sechs deckungsgleich mit derjenigen der Stadt“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Julia Stock.

Elf Werbetafeln weichen, zehn bleiben

Insgesamt gibt es in Hannover mehr als 270 Standorte, an denen beleuchtete Werbeanlagen aufgestellt werden dürfen. Kritisiert werden vor allem die mehrere Quadratmeter großen Anlagen an stark befahrenen Straßen und Kreuzungen. 21 von wurden jetzt überprüft.

Diese elf Anlagen müssen versetzt werden: Friedrichswall/Culemannstraße; Waterloostraße/Ausfahrt Biergarten; Lavesallee/Archivstraße; Gustav-Bradtke-Allee/Benno-Ohnesorg-Brücke; Heisterbergallee an der Haltestelle Ehrhardtstraße; Celler Straße/Lister Meile; Fundstraße/Bödekerstraße; Bischofsholer Damm/Kerstingstraße; Hildesheimer Straße/Bandelstraße; Hildesheimer Straße/Feldstraße; Fössestraße/Küchengarten vor der Blumenauer Straße.

Diese zehn Anlagen bleiben, wo sie sind: Lavesallee/Waterloostraße; Hägewiesen/Kugelfangtrift; Eulenkamp/Ebelingstraße; Hannoversche Straße/Zum Brookland; Zeißstraße/Willmerstraße; Hildesheimer Straße/Abelmannstraße; Lister Meile/Kurt-Schumacher-Straße auf Höhe der Ernst-August-Galerie; Podbielskistraße/Eulenkamp; Burgwedeler Straße/Sutelstraße; Braunschweiger Platz/Marienstraße.

 

Kritik aus der Bevölkerung

Seit Anfang 2017 waren an großen Straßen vor allem in der Innenstadt zahlreiche neue Werbetafeln installiert worden. Dies stieß auf Kritik in der Bevölkerung und dann auch in Teilen der Politik. Die Grünen im Bezirksrat Mitte waren dann die ersten, die das Thema auf die politische Ebene zogen. Der Rat beantragte schließlich die Überprüfung.

Die Stadt hat ihre Liste nach eigenen Angaben auf Grund von Anregungen und Beschwerden aus den Bezirksräten, der Polizei und von Bürgern zusammengestellt. Ein Unfallschwerpunkt sei keiner der Standorte. Wenn Tafeln versetzt werden müssten, geschehe dies etwa wegen eingeschränkter Sicht, mangelndem Abstand zu Fahrradwegen oder Autofahrspuren – oder weil sie Verkehrsteilnehmer ablenken könnten. In allen elf Fällen sei ein geeigneter Ort im Nahbereich gefunden worden.

Grüne streben werbefreies Hannover an

„Sollten im Nachgang weitere Standorte zur Überprüfung gemeldet werden, wird die Stadt eine Einzelbegutachtung vornehmen“, heißt es in einer Stellungnahme für die Politik. Die Grünen um Stock hätten da Bedarf. „Es müssen deutlich mehr Standorte geprüft werden“, fordert sie. Dies hätte ihrer Ansicht nach schon vorbeugend geschehen sollen. „Das Interesse des Werbeanbieters wurde wohl zu hoch gewichtet“, vermutet Stock. Die Stadt hat mit der Firma ein Abkommen, dass diese öffentliche Toiletten finanziert und im Gegenzug die Tafeln aufstellen darf.

Geht es nach den Grünen, werden ganz andere Saiten aufgezogen. „Es ist aus mehrerlei Hinsicht an der Zeit, ein werbefreies Hannover anzustreben“, sagt Stock. dabei gehe es nicht nur um Verkehrssicherheit, sondern auch um „belästigende Eigenschaften und gestörte Stadtästhetik“.

Von Bernd Haase

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