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Aus der Stadt Eine Stadt zum (Aus)Schwärmen
Hannover Aus der Stadt Eine Stadt zum (Aus)Schwärmen
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15:56 16.01.2019
„Stadtschwärmer Hannover“ - der alternative Reiseführer über Hannover – herausgegeben von Babett Börner, Stephanie Schmidt, Franziska Müller und Katrin Hofmann (v.l.) Quelle: Christian Behrens
Hannover

Der Name ist gleich im doppelten Sinn Programm: Der neue und ein wenig andere Reiseführer „Stadtschwärmer Hannover“ lädt zum Ausschwärmen und ins Schwärmen geraten gleichermaßen ein. Die vier jungen Verlegerinnen aus Leipzig haben ihr Hannoverbuch gestern im Coworking Zentrum Havfen vorgestellt, ab dem 18. März ist es dann im Handel erhältlich.

Vor gut drei Jahren ist der alternative Reiseführer „Stadtschwärmer Leipzig“ erschienen. Babett Börner, Franziska Müller, Katrin Hofmann und Stephanie Schmidt – eigentlich als Architektinnen und Kommunikationsexpertinnen unterwegs – wollten ein inspirierendes Buch mit ganz persönlichem Blick über und auf ihre Heimatstadt herausbringen. Für ihre Idee mussten die Frauen nicht nur viele Geheimtipps sammeln sondern gleich auch einen eigenen Verlag gründen. Das Quartett ist erfolgreich, mittlerweile ist der Leipziger Stadtschwärmer in der dritten Auflage; 20.000 Bücher sind verkauft.

Nachdem das so gut gelaufen ist, sollte gewissermaßen eine Fortsetzung folgen. „Kreativ, lässig, aufgeschlossen und herzlich ist unser Konzept“, sagt Babett Börner. Und all das treffe genau auf Hannover zu. Gut eineinhalb Jahre haben sie sich mit der „am meisten unterschätzten Stadt Deutschlands“ beschäftigt, waren jede Woche vor Ort und haben nicht nur tolle Ecken, Geschäfte und Kultureinrichtungen sondern vor allem auch großartige Menschen kennengelernt. „Die Leute in Hannover sind so offen und hilfsbereit, wir haben so viele Tipps und auch Übernachtungsangebote bekommen“, schwärmt Franziska Müller. Stephanie Schmidt ist gleich ein bisschen länger geblieben –ihr Bruder wohnt in der Stadt.

Die Verlegerinnen sind ausgeschwärmt und haben Ausschau gehalten nach verborgenen und wunderbaren Orten, die auch viele Einheimische noch nicht für sich entdeckt haben. 300 Tipps aus den Bereichen „Shopping, Kulinarisches, Übernachten, Freie Zeit und Kreative/Kunst“ sind dabei zusammengekommen. „Wir haben systematisch die Stadtteile durchkämmt und sind in die Läden oder Restaurants gegangen, die wir ansprechend für unser Buch gefunden haben“, sagt Schmidt. So sind sie etwa bei Gundula Schildhauer gelandet, die in der Osterstraße seit 15 Jahren sinnliche Wäsche verkauft. Und bei Carolin Thieme vom Baert Konzeptstore in der Nordstadt, im Buchladen Mascha Kascha, sie haben im Kuhnstwerk Burger und Shakes getestet, bei den Hoftalenten im Zooviertel eingekauft und den Wohntraum in der Südstadt unter die Lupe genommen. Auch das Klecks Kindertheater und Olivia Plum haben sie persönlich besucht.

„Wir haben lauschige Ecken und die große Kreativszene kennen gelernt“, sagt Börner. Zudem gibt es Stadtspaziergänge, die die klassischen Sehenswürdigkeiten nicht auslassen, aber gerne noch die Geschichte hinter der Geschichte erzählen. Autor der vielen Hannover-Spots und kurzen Texte mit Info-Anhang ist Gerd Schild, Fotograf Oliver Farys hat ihn mit der Kamera begleitet. Es geht um Brause, Kioske, Briketts aus Beton, Tanzkeller und ganz besondere kleine Läden. „Uns interessiert der Mensch und sein persönliches Motiv, die hinter einer Idee oder einem Konzept stehen“, betont Müller. Viele Blogger und „Local Heroes“ haben die Leipzigerinnen durch ihr Hannover geführt, einige sind im Interview im Buch verewigt.

Die Verlegerinnen haben sich definitiv in Hannover verliebt. Der „Stadtschwärmer Hannover“ kommt im März mit einer Auflage von 5000 Exemplaren für 23,90 Euro auf den Markt. Er soll nicht die letzte Schwärmerei bleiben. „Wenn unser Konzept hier im Norden genauso gut ankommt wie in Leipzig, werden wir auch eine neue städtische Herausforderung suchen“, versprechen die Verlegerinnen.

Von Susanna Bauch

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