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Aus der Stadt Grüne kritisieren Parken auf dem Gehweg
Hannover Aus der Stadt Grüne kritisieren Parken auf dem Gehweg
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10:15 21.03.2019
In der Glünderstraße ist das Parken halb auf dem Gehsteig erlaubt. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Nord

Das Parken mit dem halben Auto auf dem Gehweg ist im Stadtbezirk Nord nur in wenigen Straßen gestattet. Dies ergab eine Anfrage, die die Grünen im Bezirksrat Nord jüngst bei der Stadtverwaltung gestellt haben. Die Fraktion sieht diese Form des Parkens kritisch. Christine Deja, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, mutmaßt, dass jüngere Kinder, die auf dem Bürgersteig Rad fahren, durch sich öffnende Beifahrertüren gefährdet werden. Die Verwaltung stellt nun klar, dass Gehwegparken eine Ausnahme darstellt. Es ist nur erlaubt, wenn ein Verkehrsschild oder eine Parkflächenmarkierung dies signalisieren. Als Beispiele sind die Glünderstraße und die Alleestraße genannt.

„Natürlich soll jeder sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder behindert“, sagt Stadtbezirksmanager Stephan Kaczmarek. Wenn es an einer Stelle auffällig zu Unfällen käme, würde das Gehwegparken überprüft und eventuell aufgehoben. SPD-Fraktionschef Robert Nicholls wusste zu berichten, dass Radfahrer die schmale Glünderstraße in beide Richtungen befahren dürfen, obwohl sie eine Einbahnstraße ist. „Wenn die Autos komplett auf der Straße parken, bleibt zu wenig Platz, damit Radfahrer und Autofahrer aneinander vorbeikommen.“

Die Grünen haben aber offenbar eine andere Straße im Sinn, in der das Gehwegparken nicht vorgesehen ist. „Es ist nicht so, dass die Verwaltung es einfach duldet. Wenn jemand es anzeigt, wird reagiert“, erklärt Kaczmarek. Zugelassen werde es nur, wo genügend Platz für Fußgänger mit Kinderwagen bleibt.

Kommentar: Pragmatismus statt Prinzipienreiterei

Je belebter und größer eine Stadt wird, desto erbitterter streiten die Verkehrsteilnehmer um den wenigen Platz im öffentlichen Straßenraum. Und dabei geht es nicht nur um den fließenden, sondern auch um den ruhenden Verkehr. Wo sogar um Stehplätze für Fahrräder gerungen wird, sind parkende Autos erst recht ein Reizthema.

Im Bezirksrat Nord wird momentan diskutiert, ob Autos auf Gehwegen parken dürfen. Die Verwaltung stellt klar, dass entsprechende Zonen Ausnahmen darstellen – und weist damit in genau die richtige Richtung. Hier ist Pragmatismus gefragt und keine Prinzipienreiterei. Denn mit starren Vorgaben ist in einer organisch gewachsenen Großstadt, die zahllose unterschiedliche Straßenquerschnitte aufweist, niemandem geholfen. Völlig zu Recht entscheidet die Stadtverwaltung im Einzelfall, wie viel Platz den verschiedenen Verkehrsteilnehmern wo zugewiesen wird, damit das Zusammenspiel aller funktioniert.

Von Bärbel Hilbig

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