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Aus der Stadt Streit um Bauprojekt Wiesenstraße hält an
Hannover Aus der Stadt Streit um Bauprojekt Wiesenstraße hält an
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14:05 28.06.2018
Auf einem Grundstück mit vielen Bäumen an der Wiesenstraße sollen Wohnhäuser entstehen. Quelle: Michael Thomas
Südstadt

Der Streit um die geplanten Wohnungsbauten in der Wiesenstraße hinter dem NDR ist noch nicht beigelegt. Zwar hat die Wohnungsgenossenschaft Herrenhausen (WGH) ihre Entwürfe überarbeitet, doch Anwohnern und Oppositionspolitikern sind die Gebäude noch immer zu massiv. „Zudem wird viel zu viel Fläche versiegelt“, sagte Annette Dahlke, Sprecherin einer Bürgerinitiative, am Rande der jüngsten Bezirksratssitzung. Mehr als 800 Unterschriften habe sie gegen die Entwürfe zusammenbekommen. Auch in der politischen Debatte schlugen die Wellen hoch, am Ende bekam der Durchführungsvertrag aber eine Mehrheit im Bezirksrat. Jetzt sind Bau- und Verwaltungsausschuss am Zug.

Die Wohnungsgenossenschaft will auf einem mit Bäumen bewachsenen Grundstück hinter dem NDR-Landesfunkhaus zwei dreigeschossige Häuser und ein zweigeschossiges Gebäude mit insgesamt 34 Wohnungen errichten. Der Block soll auch eine Tiefgarage erhalten. Im Unterschied zu ersten Planungen sind die Häuser jetzt niedriger vorgesehen, auch sollen mehr Bäume erhalten bleiben. Dennoch müssen rund 30 Bäume weichen. 25 Prozent der Wohneinheiten sollen zum Sozialtarif von 5,60 Euro pro Quadratmeter angeboten werden.

Die CDU im Bezirksrat kritisiert, dass die Sozialwohnungen nicht in den Neubauten selbst geschaffen werden, sondern vornehmlich im Bestand der WGH. Lediglich in der Elisenstraße entstünden vier neue, günstige Wohnungen, sagt CDU-Bezirksratsfrau Ute Krüger-Pöppelwiehe. Sie vermutet, dass in Neubauten in der Südstadt Mieten von etwa 15 Euro pro Quadratmeter genommen werden können. „Wir müssen uns fragen: Für wen wird eigentlich gebaut?“, sagt Krüger-Pöppelwiehe. Eine Kaltmiete von 1200 Euro monatlich für eine 80-Quadratmeter-Wohnung könnten sich nur wenige Menschen leisten. Dafür gibt es Beifall von den Linken.

Die SPD sieht das anders. Unterm Strich werde mehr Wohnraum geschaffen, sagt SPD-Bezirksratsfrau Melanie Reimer. Und klar sei auch, dass kein „Sozialbunker“ entstehen solle, ergänzt SPD-Bezirksratsherr Ewald Nagel. Letztlich habe man zusammen mit dem Bauträger und den Bürgern einen guten Kompromiss erreicht. Die AfD bleibt unzufrieden. „Der neue Entwurf löst die Probleme nicht. Der Baukomplex ist noch immer überdimensioniert“, findet AfD-Vertreter Sören Hauptstein.

Von Andreas Schinkel

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